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Data-Driven Marketing ist ein wertvolles Tool zur Umsatzsteigerung

28. November 2018

Langfristige Relevanz und Erfolg sind zwei Komponenten, die jedes Unternehmen anstrebt. Mit immer neuen Tools wachsen hier die Möglichkeiten, die Position eines Unternehmens zu verbessern, es nĂ€her in den Fokus der Zielgruppe zu rĂŒcken und darauf aufbauend steigende Gewinne zu verzeichnen. Da Unternehmen durch ihre Online-PrĂ€senzen immer mehr und immer tiefere Datenmengen sammeln, hat sich das datengetriebene Marketing entwickelt, das auf der Analyse der Kundendaten beruht.

Wie arbeitet Data Driven Marketing?

Ziel des Data-Driven Marketings ist es, anhand von gesammelten Kundendaten das Verhalten der User zu studieren, um auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse gezielt Marketingaktionen besser an die BedĂŒrfnisse und WĂŒnsche der Kunden anzupassen. Die gesammelten Daten, auch Big Data genannt, stammen aus verschiedenen Quellen: Webanalysen, Social Media, Mobiltelefonen, Fragebögen, Umfragen oder Telefoninterviews.

Welche Absicht verfolgt Data Driven Marketing?

Die Hauptintention dieser Strategie ist durch eine langfristige Kundenbeziehung, das Verstehen des Kunden und eine zeitnahe Reaktion auf Trends und MĂ€rkte, um wettbewerbsfĂ€hig zu bleiben, definiert. Letztendlich soll diese Methode zu höheren Umsatzzahlen, höherem Traffic oder der Verbesserung von anderen im Voraus definierten KPIs fĂŒhren. Die Herausforderung besteht allein im logischen VerknĂŒpfen von Kundeninformationen, die sowohl online als auch offline gesammelt werden. Zudem dienen die Informationen dazu, relevanten Content fĂŒr jeden Nutzer individuell zur VerfĂŒgung zu stellen, wodurch die Kundenzufriedenheit stetig erhöht und langfristig gewĂ€hrleistet wird.

Welche Bedeutung hat Big Data im Online Marketing?

Jedes Unternehmen kann enorme Vorteile aus den gesammelten Daten ziehen: Dank Big Data können KonsumwĂŒnsche auf den Punkt genau abgebildet werden. So ist personalisierte Kundenwerbung möglich, die nur die Menschen erreicht, die wirklich am Produkt interessiert sind. Denn je mehr Daten strukturiert und detailliert zur VerfĂŒgung stehen, desto besser kann die Zielgruppe analysiert werden. Ist erst einmal bekannt, was die Zielgruppe sucht, kann die eigene Produktpalette wesentlich besser darauf ausgerichtet werden.

Auch das Up- und Crossselling wird dank Big Data enorm verbessert. Höherpreisige Waren sowie zusÀtzliche Waren können aufgrund der genauen Zielgruppenkenntnis viel gezielter angeboten werden.

Um aus Big Data Profit zu schlagen, ist neben der Beschaffung besonders die optimale Beschaffenheit der Daten wichtig. Denn nicht alle Daten sind nutzbar oder sinnvoll miteinander zu verbinden. Neben der Generierung von aussagekrĂ€ftig aufbereiteten Daten ist es fĂŒr Unternehmen außerdem wichtig, die Kundendaten nicht nur als nackte Zahlen zu sehen, sondern den Kunden auch weiterhin als Mensch wahrzunehmen.

Content Marketing fĂŒr die Sprachsuche

04. Oktober 2018

Immer mehr User nutzen ihr Smartphone und Tablet nicht mehr nur fĂŒr die klassische Suche, die ĂŒber Tastaturbefehle eingegeben wird. Im Trend: Die Sprachsuche. Ob zuhause, im Auto oder unterwegs – es ist fĂŒr Nutzer schlichtweg bequemer, ĂŒber Voicesearch zu suchen.

Prognosen zufolge werden schon 2020 die HĂ€lfte aller Suchanfragen per Spracheingabe in Auftrag gegeben. Siri, Googles namenloser Assistent, Alexa und Bixby sind somit die grĂ¶ĂŸten Konkurrenten fĂŒr Suchmaschinen und damit das konventionelle SEO. Warum? Mit Sprachassistenten kommunizieren die User anders, als mit ihrer Tastatur. Daher sind einige Hinweise zu beachten.

1. Schreibstil anpassen

Nutzer sprechen mit ihrem Sprachassistenten so wie mit einer realen Person. FĂŒr die SEO-Arbeit bedeutet das, dass der formelle Stil, der in der Schriftsprache ĂŒblich ist, auf Suchanfragen durch den Sprachassistenten nicht anspricht. Ein informeller Stil mit gĂ€ngigen Phrasen und W-Fragen hingegen kann gut von Sprachassistenten gefunden werden.

2. Suchphrasen umstellen

Sprachassistenten können Longtail-Keywords und Suchphrasen besser finden, als einzelne SchlĂŒsselwörter. Diese sind hĂ€ufig nicht ausformuliert, um gute Rankingpositionen nicht durch Stoppwörter zu riskieren. Da viele Audio-Suchanfragen außerdem als Frage formuliert sind, macht es Sinn, ganze Fragen zu formulieren und beispielsweise als Überschrift zu verwenden.

3. Audiogramme einfĂŒgen

ZusĂ€tzlich können einzelne Text- sowie Bildpassagen mit hörbaren Elementen unterlegt werden. Zitate und besonders wichtige SĂ€tze werden auf diese Weise hervorgehoben. Die Sprachinhalte der Audiogramme triggern außerdem Googles Algorithmus bei sprachaktivierten Suchanfragen. Aktiv hörbare Inhalte sind also ein großer SEO-Vorteil.

Umstellung, die sich lohnt

FĂŒr Webseiten-Betreiber ist es daher wichtig, den Stil ihrer Texte anzupassen und informeller, also umgangssprachlicher zu formulieren. Das mag fĂŒr viele Redakteure und Texter eine große Umstellung sein, da ein Schreibstil in langjĂ€hriger Arbeit entsteht und es sehr schwerfĂ€llt, sich einen neuen anzueignen.

Übt man den weniger formellen Sprachstil aber peu Ă  peu und baut ihn vor allem in die Überschriften ein, dann entwickelt er sich mit der Zeit. Auch das zusĂ€tzliche EinfĂŒgen von auditiven Inhalten ist ein Arbeitsschritt, der schon bald zur Routine wird. Um trotz guter klassischer SEO-Arbeit in der enormen QuantitĂ€t der Sprachsuchanfragen nicht unterzugehen, sollte mit dem Implementieren von Elementen, die den Google Algorithmus triggern, nicht gezögert werden.

Das Berufsfeld des Social Media Managers

03. September 2018

Der Beruf des Social Media Managers wird immer wichtiger. ZunĂ€chst noch belĂ€chelt, werden die Spezialisten fĂŒr Twitter, Facebook, Instagram und Co. mittlerweile gesucht. Sie sind lĂ€ngst nicht mehr die Praktikanten, die mit dem Internet aufgewachsen sind und irgendwie Content schaffen sollen. Es sind Profis, die Strategien entwickeln und ihre Erfolge durch Controlling steuern.

FĂ€higkeiten eines Social Media Managers

Ein Social Media Manager muss viele Fertigkeiten miteinander vereinen. So muss er nicht nur sehr empathisch, kommunikativ und selbstbewusst sein, sondern auch mit Zahlen umgehen können. Eine sehr wichtige Aufgabe fĂŒr ihn ist es, Strategien zu erschaffen, die das Unternehmen und seine Ziele optimal wiederspiegeln und unterstĂŒtzen. Aus diesen werden verschiedene Kampagnen geplant, die Teilschritte realisieren und deren Erfolge gemessen, um Strategieanpassungen vornehmen zu können.

Der Social Media Manager sollte also jemand sein, der sehr organisiert ist, stets den Überblick behĂ€lt und eine Vision in Teilschritten zu erreichen vermag. Mit seiner Empathie-FĂ€higkeit gelingt es ihm, die Posts mit Content zu gestalten, die die Zielgruppe wirklich interessiert und sie bestenfalls auch zur Verbreitung der Inhalte anregt.

Außerdem ist der Social Media Manager die Schnittstelle zwischen der GeschĂ€ftsfĂŒhrung und den Mitarbeitern seiner Abteilung. Er muss ĂŒber alle Prozesse im Unternehmen informiert sein, um seine langfristige Arbeit darauf auszurichten – nichts bringt mehr negative Kritik, als im Netz verbreitete falsche Informationen. Außerdem mĂŒssen Chefs wie Mitarbeiter von seinen Ideen ĂŒberzeugt werden, was oft nur mit viel Fachwissen und Selbstbewusstsein funktioniert.

Ausbildung zum Social Media Manager

Es gibt keine spezifischen Ausbildungsberufe, die zum Social Media Manager qualifizieren. DafĂŒr aber StudiengĂ€nge, Weiterbildungen, FernstudiengĂ€nge und Seminare. Derzeit werden die StudiengĂ€nge zum Social Media Manager nur an privaten Hochschulen angeboten. An öffentlichen UniversitĂ€ten lohnt sich aber ein Studium der Medien- und Kulturwissenschaften oder ein interdisziplinĂ€res BWL-Studium, um die nötigen Fertigkeiten zu erwerben. Die Weiterbildungen zum Social Media Marketing Manager können oft auch berufsbegleitend absolviert werden. So kann Gelerntes gleich im Arbeitsalltag angewandt und vertieft werden.

Zukunft des Social Media Managers

Unternehmen haben erkannt, dass die direkte Kommunikation mit ihrer Zielgruppe ein großer Mehrwert sein kann – und, dass man dafĂŒr Fachpersonal braucht. Eine immer grĂ¶ĂŸere Gruppe an potenziellen Kunden erwartet die PrĂ€senz eines Unternehmens in den sozialen Medien und wendet sich der Konkurrenz zu, wenn es keine gibt. Außerdem nutzen sie die unkomplizierte Interaktion, die den Kundenservice in ganz neue Dimensionen befördert.

Die Transparenz ist ein weiterer Faktor, den User zu schÀtzen wissen: Unternehmen geben viel von sich preis, wenn sie sich in öffentliche Netzwerke begeben. Nutzer bauen auf diese Weise Vertrauen auf und das wiederrum stÀrkt die Kundenbindung.

Aus diesen GrĂŒnden werden Social Media Manager weiterhin gefragt sein und ihr Aufgabenspektrum bestĂ€ndig wachsen.

AdWords wird zu Google Ads und setzt auf kĂŒnstliche Intelligenz

18. Juli 2018

Google hat eine bedeutende VerĂ€nderung fĂŒr Werbetreibende angekĂŒndigt: Ab 24. Juli wird der Suchmaschinengigant seine Anzeigen-Plattform AdWords umbenennen. Die heißt fortan Google Ads. Doch nicht nur der Name Ă€ndert sich. Auch einige der wichtigsten Funktionen werden in Zukunft anders strukturiert sein. Dadurch soll es einfacher werden, professionelle Anzeigen-Kampagnen zu entwickeln.

Googles Erfolgskonzept hat den Anzeigen-Markt revolutioniert

Bereits seit 2000 bietet Google ĂŒber seinen Online-Dienst AdWords Werbeanzeigen im Internet an. Die werden auf der Ergebnisseite der Suchmaschine und auf Partnerseiten im Netz veröffentlicht. Das Grundprinzip ist so einfach wie genial: Die Werbetreibenden legen ein maximales Budget fĂŒr ein bestimmtes Keyword fest. Wenn ein User nach diesem Wort sucht, fĂŒhrt Google im Hintergrund eine Art Auktion durch. Dem Suchmaschinen-Nutzer werden dann nur die Anzeigen mit den höchsten Geboten prĂ€sentiert. Mit diesem Konzept hat sich der Konzern zum MarktfĂŒhrer im Bereich Online-Werbung entwickeln können. Im vergangenen Jahr setzte Google fast 100 Milliarden US-Dollar im AnzeigengeschĂ€ft um. Das ist deutlich mehr als Konkurrenten wie Facebook oder Bing erwirtschafteten.

Innovation war dringend notwendig

Doch seit der Anfangszeit von AdWords ist viel passiert. Zum Beispiel nutzen die meisten Menschen heute tĂ€glich mobile EndgerĂ€te wie Smartphones oder Tablets. AdWords war aber fĂŒr Desktop-PCs entwickelt worden. Außerdem hat sich das Angebot von Google selbst in den vergangenen Jahren stark erweitert. Immer neue Features und Tools kamen hinzu, zum Beispiel der Keyword Planer oder AdWords Express. Letzteres sollte als Light-Version mit weniger Funktionen die Entwicklung von Anzeigen-Kampagnen vereinfachen. AdWords Express blieb aber hinter den Erwartungen zurĂŒck. Es arbeitete sehr grob und war zu intransparent. Das neue Google Ads setzt auf eine andere Lösung.

Der neue Clou: KI-gestĂŒtzte Kampagnen

In Zukunft wird Google Ads dem Werbetreibenden mit kĂŒnstlicher Intelligenz unter die Arme greifen. Mittels Machine Learning wird das Programm selbstĂ€ndig dazu beitragen, dass die Kampagne erfolgreich wird. Von sogenannten „Smart Campaigns“ sollen vor allem kleine und mittlere Unternehmen profitieren. Denn die haben in der Regel begrenzte Ressourcen zur VerfĂŒgung. Oft fehlt ihnen ganz einfach die Zeit, um eine Kampagne fortlaufend zu beobachten und zu verbessern. Die kĂŒnstliche Intelligenz soll Abhilfe schaffen, indem sie Ă€hnliche Kampagnen als Vorbilder verwendet. Mit automatisch optimierten Einstellungen kann das Budget sinnvoll einsetzt werden - auch ohne Fachkenntnisse im Online-Marketing. Sollte Google Ads halten, was es verspricht, dann könnte es eine neue Revolution im Anzeigen-GeschĂ€ft einleiten.

Digitales Erbe: Wem gehören die Daten von Verstorbenen?

04. Juli 2018

In der guten alten analogen Welt war die Erbfolge noch klar: wenn jemand verstirbt, wird aller dingliche Besitz gemĂ€ĂŸ des Testaments oder der gesetzlichen Erbfolge weitergegeben. Dazu konnten auch Briefe, Notizen, TagebĂŒcher, Texte, Bilder, MusiktrĂ€ger oder Kunstwerke gehören. Dinge zum anfassen also; die wenigen Daten ĂŒber den Verstorbenen bei Behörden, Banken, Ärzten oder GeschĂ€ften wurden bei Vorlage des Totenscheins meist gelöscht.

Wo ĂŒberall hinterlĂ€sst ein Verstorbener virtuelle Daten?

In der virtuellen Welt besitzt hierzulande nahezu jeder viel mehr Daten: E-Mail-Accounts, Social-Media-Profile, Bank- und GeschÀftskonten, Online-Abonnements und Mitgliedschaften, Sticks, Handys und andere Datenspeicher, - im Todesfall wissen die Erben meist gar nicht, mit wem der Verstorbene vernetzt war und welche Verbindlichkeiten online weiterlaufen. Ein hÀufiges Problem dabei: Passwords und Zugangsdaten. Selbst wenn ein Konto bekannt ist, ein WhatsApp-Profil, ein E-Mail-Postfach oder das Smartphone vorliegt, kommen die Erben oft nicht ohne das passende Password heran. Die Daten des Verstorbenen, private Gedanken, intime Chats, Selfies, Musik, Texte, Videos, GeschÀftskontakte und vieles mehr schlummern auf Servern, in Clouds oder anderen Speichern, ohne dass die Erben Zugang bekommen.

Facebook friert Daten von Verstorbenen ein

Sollen sie auch gar nicht, sagen die Facebook-Richtlinien. Der Nachrichtendienst sperrt die Daten von Verstorbenen im ‚Gedenkzustand‘ und gewĂ€hrt den Erben keinen Zugang. BegrĂŒndung: Hat jemand seinen Account zu Lebzeiten nicht mit anderen geteilt, wĂŒrde er es auch nach seinem Tode nicht wollen. Auch Chatpartner hĂ€tten darauf vertraut, dass nicht Dritte ihre Nachrichten lesen wĂŒrden und genießen deshalb Datenschutz.

BGH-Prozess: sind analoge und digitale Erbschaften gleichzustellen?

Dagegen klagten die Eltern einer verstorbenen 15-jĂ€hrigen, die sich von den Chatnachrichten und Mails ihrer Tochter Aufschluss ĂŒber die HintergrĂŒnde von deren Tod versprechen. Sie besitzen zwar das Password fĂŒr das Facebook-Profil ihrer Tochter, trotzdem erlaubt der ‚Gedenkzustand‘ von Facebook nicht, sich einzuloggen oder die weiterhin online stehende Seite zu verĂ€ndern. Nachdem zuletzt das Berliner Kammergericht den Eltern den Zugang unter Verweis auf das Fernmeldegeheimnis verweigert hatte, soll nun am 12. Juli 2018 der Bundesgerichtshof/BGH darĂŒber entscheiden, ob ein digitales Erbe dem analogen gleichzustellen ist (Az. III ZR 183/17).

Anhaltende Rechtsunsicherheit auch nach BGH-Urteil möglich

Juristisches Neuland, denn bisher ist in Deutschland gesetzlich nirgendwo geregelt, wem Daten in Clouds oder auf externen Servern gehören, wenn deren Besitzer stirbt. Die E-Mail-Anbieter GMX und Web.de gewĂ€hren Erben Zugang zu den Accounts von Verstorbenen. Bei Google kann man zu Lebzeiten im KontoaktivitĂ€tsmanager festlegen, wer im Todesfall auf welche Daten Zugriff haben soll. Rechtssicherheit fĂŒr den Verbleib von digitalen Daten lĂ€sst sich derzeit nur durch eindeutige Nachlassregelungen in einem Testament oder einer PatientenverfĂŒgung schaffen. Dazu mĂŒssen allerdings alle Konten und KommunikationskanĂ€le, Sticks, Smartphones und Computer aufgefĂŒhrt und zugeordnet werden. Das aktuelle BGH-Urteil könnte hier Klarheit schaffen, wie das Standard-Verfahren ohne vorherige VerfĂŒgungen aussieht. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass der BGH den Gesetzgeber beauftragt, eine entsprechende Regelung zu treffen.

Social Media fĂŒr’s Marketing?

02. Juli 2018

Soziale Medien wie Facebook, Twitter oder WhatsApp ticken anders, als ĂŒbliche Marketing-KanĂ€le. Sie sind durchaus fĂŒr Werbung von Unternehmen geeignet, wenn sie verstanden werden. Sie sollten als Multiplikator fĂŒr die Weiterverbreitung von Unternehmensbotschaften allerdings ebenso wenig ĂŒberschĂ€tzt werden, wie sie bei besonderen Informationen gerne unterschĂ€tzt werden.

Individuelles Nutzerverhalten richtig verstehen

Das besondere an Social Media im Marketing ist der Filterfaktor Mensch. Menschen haben online ein Ă€hnliches Kommunikationsverhalten wie in der realen Welt. Sie suchen nach und schreiben ĂŒber Dinge, die ihnen wichtig sind und kontaktieren Menschen, die diese Interessen hĂ€ufig teilen. Um dies bestmöglich fĂŒr passgenaue Werbung zu nutzen, analysiert beispielsweise Facebook dieses Online-Verhalten als Edgerank.

Algorithmen messen und werten die Social Media-AktivitÀten

Der Edgerank misst die AffinitĂ€t zwischen Kontakten anhand ihrer HĂ€ufigkeit. Zudem gewichtet er die Kontakte durch die Art des Contents, der ausgetauscht wird: Bilder, Texte, beitragsspezifische Antworten? Und schließlich spielt fĂŒr Facebook die AktualitĂ€t eine wichtige Rolle: wieviel Zeit verbringt der User auf der Plattform und wie viele BeitrĂ€ge postet er?

Vermeintliche Interessen fĂŒttern die Filter-Bubble

Der Facebook-Algorithmus nutzt die Interaktionen fĂŒr die Gewichtung und versucht, sie inhaltlich mit hĂ€ufig genutzten Schlagwörtern zu verbinden. So interpretiert die Software vermeintliche Interessen und lĂ€sst den Newsfeed dazu passende Meldungen anzeigen. So entsteht die oft kritisierte Filter-Bubble, in der ein User in seiner immer kleineren Welt lebt, weil ihm nur noch seine Vorlieben prĂ€sentiert werden. Mit diesem Ähnlichkeitsbezug als Orientierungsfunktion arbeiten nicht nur Social-Media-Plattformen, sondern auch Portale wie Jameda, Kununu oder Amazon in ihrem Marketing.

Persönliche Empfehlung macht Social Media-Marketing wertvoll

Anders als bei einer anonymen Anzeigenkampagne, die alle und niemanden anspricht, sind es bei Social Media die Kontakte, die fĂŒr die Werbung entscheidend sind. Ein bestimmtes Produkt wird zwar nur mit wenigen Freunden geteilt, dafĂŒr wird es persönlich empfohlen. Diese private Empfehlung oder Kommentierung ist fĂŒr die Conversion wertvoller, als eine breite Streuung. Allerdings teilen Social Media-User auch nicht jede Werbung.

Social Media User erwarten individuelle Ansprache und Produkte, um sie zu teilen

Es liegt an Produkt, PrĂ€sentation und Image, ob etwa Facebook-Nutzer fĂŒr die Verbreitung im Marketing gewonnen werden können. Wie Influencer besitzen sie im persönlichen Kontakt eine hohe Reputation fĂŒr das Marketing. Doch es genĂŒgt nicht, eine Standard-Werbekampagne mit drei Hashtags zu versehen, um sie als Abfallprodukt auch Social-Media-tauglich zu machen. Social Media hat eine eigene Sprache, setzt auf IndividualitĂ€t und will nicht mit beliebigen Produkten gelangweilt werden. Gelingt diese Ansprache im Marketing, haben auf Social Media sogar Produkte, Ideen oder Events Aussicht auf Verbreitung in der passenden Community, die sonst kaum massentauglich wĂ€ren.

Blockchain fĂŒr’s Marketing?

16. Mai 2018

Eine Blockchain ersetzt Vertrauen. Nutzer von Krypto-WĂ€hrungen kennen diese Dokumentationskette. Sie erfasst alle Online-Transaktionen anonymisiert, wird von unzĂ€hligen Usern bestĂ€tigt und stĂ€ndig ergĂ€nzt. Als Journal oder Chronik bezeugen so alle Beteiligten, dass die Transaktionen stattgefunden haben, also beispielsweise Person A an Person B einen Betrag ĂŒberwiesen hat. Bei traditionellem Fiat-Geld (fidere, lat.: vertrauen) wie Euro oder Dollar wird auf eine Zentralbank vertraut, dass ein Papierschein mit realen Werten abgesichert ist. Beim Prinzip Blockchain bezeugen zahlreiche Menschen in einer Datei, dass ein Wert existiert und beispielsweise Person B gerade ĂŒber ihn verfĂŒgt.

Blockchain zur Marktforschung: sichere Daten anonymisiert

FĂŒr die Marktforschung könnte der Einsatz von Blockchains hilfreich sein: Interessen und AktivitĂ€ten, die derzeit ĂŒber Panellisten in sozialen Netzwerken ausgewertet werden, könnten wesentlich umfangreicher erfasst und aktualisiert werden und blieben gleichzeitig anonym. Das Unternehmen Idento.one hat eine Blockchain entwickelt, mit der jeder selbst kontrollieren kann, wer welche Daten bekommen soll. Sind Daten allerdings erstmal von einer Blockchain erfasst, lassen sie sich nicht wieder löschen. Dies widerspricht dem gerade in der EU-Datenschutz-Grundverordnung/DGSVO begrĂŒndetem „Recht auf vergessen werden“.

Blockchain könnte viele Vermittler ersetzen

Sollte die Blockchain als Kontrollinstanz und GĂŒtesiegel kĂŒnftig das Vertrauen in Personen und Institutionen ersetzen, könnten eine Reihe von Vermittlungsplattformen in Zukunft an Bedeutung verlieren: Banken, Makler, Agenturen, Taxi und Autovermittler, ReisebĂŒros, aber auch AnwĂ€lte oder Versicherungsvertreter wĂŒrden immer seltener benötigt, wenn KĂ€ufer und VerkĂ€ufer ĂŒber eine Blockchain abgesichert sind.

Blockchain-Entwicklung auch ohne Bezahlung?

Ein Problem ist bisher noch die kontinuierliche Weiterentwicklung der Blockchains. Bei KryptowĂ€hrungen ist sie dadurch gesichert, dass die Teilnehmer fĂŒr Ihre Dokumentation mit dem Mining neuer Coins belohnt werden. WĂŒrden User auch Online-Transaktionen ohne Bezahlung dokumentieren? Derzeit besitzen etwa 16 Millionen Menschen eine Wallet, ein digitales Portemonnaie, dass mit Blockchains verknĂŒpft ist, die Mehrzahl von ihnen in China. Um weitere Online-AktivitĂ€ten in Blockchains kontinuierlich zu dokumentieren, mĂŒsste diese Zahl erheblich steigen. Ob die bestehende hohe Bereitschaft, Produkte und Dienstleistungen, Personen und Unternehmen zu bewerten, ĂŒber alles und jedes zu Twittern oder Likes zu vergeben, ein Indikator fĂŒr kĂŒnftige Blockchains ohne Belohnung ist, bleibt offen. Sicher ist, dass wir uns schon heute an vielen Bewertungen im Netz orientieren, die weit weniger vertrauenswĂŒrdig sind, als eine Blockchain.

Achtung – neue Betrugsmasche!!

03. Mai 2018

Aktuell erhalten wir vermehrt Anrufe von unseren besorgten Kunden, welche Opfer einer neuen Betrugsmasche geworden sind. Unsere Kunden erhalten dabei unseriöse Anrufe, in denen sich der Anrufer als Kooperationspartner von Herrn Brandt bzw. von European Business Connect vorstellt und einen Datenabgleich erzielen möchte. Außerdem wird hinterfragt, auf welchem Weg dem Kunden Rechnungen zugesendet werden sollen. Bisher ist uns bekannt, dass die Anrufe von der Rufnummer 02822-7158110 ausgehen.

Wir möchten Ihnen hiermit versichern, dass wir von jeglichen Betrugsmaschen Abstand nehmen und wir keine Zusammenarbeit mit diesen Firmen betreiben. Wir haben bereits rechtliche Schritte bei der Kriminalpolizei Coburg dagegen eingeleitet.

Bitte zögern Sie nicht, uns ĂŒber Anrufe dieser Art umgehend zu informieren.

Logfile-Analysen: Was tun Crawler auf der Website?

23. April 2018

FĂŒr die Suchmaschinenoptimierung/SEO ist es wichtig zu wissen, wie sich der Crawler der Suchmaschine auf der eigenen Website verhĂ€lt: welche URL wird oft gecrawlt, welcher HTTP-Statuscode ausgegeben, was behindert die Indexierung der Website? Logfile-Analysen können hier hilfreiche Antworten liefern.

Logfiles, die Spuren der Besucher

Logfiles sind die aufgezeichneten Zugriffe auf einen Server. Ob Suchmaschine, User oder Tool, alle Zugriffe hinterlassen einen Eintrag im Logfile des Servers. WĂ€hrend das Nutzerverhalten mittlerweile besser mit Tools wie Google Analytics interpretiert werden kann, sind Logfiles fĂŒr die Crawler-Analyse immer noch ein guter Ausgangspunkt.

Wenn der Crawler die Datei nicht findet

Werden Website-Inhalte vom Crawler erst spĂ€t gefunden und indexiert, ist dies ein Wettbewerbsnachteil, der durch SEO-Maßnahmen korrigiert werden kann. Dazu muss der Crawling-Engpass aber erst erkannt werden. Meist handelt es sich dabei um ein Mix verschiedener Probleme, die den Bot an der Indexierung hindern.

Logfiles des Crawlers können gefiltert werden

Über die Reverse-DNS-Lookup der Windows Console kann ĂŒber die Server-IP die Herkunft einer Anfrage als Googlebot bestimmt werden. Da die Zahl der Zugriffe aber Regionen erreichen kann, die kaum noch zu validieren sind, wird bei ĂŒber 10 Mio. Zugriffen des Googlebot innerhalb eines Monats nur noch der IP-Bereich 66.249.*.*. analysiert. Ein Vergleich der Zugriffe mit den ‚Crawl Statistiken‘ der Google-Search-Console empfiehlt sich an dieser Stelle. Je lĂ€nger der Betrachtungszeitraum und je umfangreicher die Daten, desto aussagekrĂ€ftiger sind AuffĂ€lligkeiten und ‚Bottlenecks‘ im Crawling-Verhalten.

Userdaten zusammenfassen und extrahieren

Mit der Windows Console, GREP oder Terminal fĂŒr Mac-User lassen sich die Daten zusammenfassen und auswerten. Dabei sind insbesondere Zugriffsdatum und Zeit, die vollstĂ€ndige Anfrage, Statuscode, GrĂ¶ĂŸe und der Useragent interessant. Mit Logfile-Analyse-Tools wie Screaming-Frog-Analyzer können die Datenelemente in weitere Bestandteile zerlegt werden.

Statuscode signalisiert strukturelle Schwierigkeiten

Der Statuscode ist die erste Antwort, die ein Crawler bei einem Seitenabruf erhĂ€lt. Er teilt die Erreichbarkeit oder eine Weiterleitung einer URL mit, aber auch, wenn ĂŒbermĂ€ĂŸig viele URL nicht mit dem regulĂ€ren 200er-Code aufgerufen werden. Weiterleitungen mit 301-Code sind zwar ĂŒblich, belasten aber das Crawelbudget. TemporĂ€re 302-Weiterleitungen werden oft fĂŒr permanente Weiterleitungen benutzt, wodurch die Ranking-Signale nicht auf die Ziel-URL ĂŒbertragen werden. Zahlreiche 404-Codes fĂŒr nicht auffindbare Inhalte können auf strukturelle Probleme der Website hinweisen. Weitere Statuscodes im 5er-Bereich deuten auf Schwierigkeiten mit der Serverarchitektur hin.

Parameter können Crawlereffizienz schwÀchen

Parameter fĂŒr die Generierung spezieller Inhalte werden vom Crawler case-sensitiv interpretiert. Das bedeutet, dass jede Abweichung wie Groß- oder Kleinschreibung neu mit den einzelnen URL kombiniert wird. Solche URL mĂŒssen von der Indexierung ausgeschlossen werden, da sie Duplicate Content erzeugen und die Crawlereffizienz einschrĂ€nken.

Weitere Spuren des Bots verraten viel ĂŒber die Website-Sichtbarkeit

Weitere interessante Punkte, die sich aus einer Logfile-Analyse ergeben sind die Crawlfrequenz, die Crawltiefe in den Verzeichnissen, der Aufruf irrelevanter URLs oder die Frage ob Bing und Google beim Crawlen zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Auch das hĂ€ufigere Crawlen responsiver Websites im Rahmen von Googles Mobile-First-Index ist feststellbar. Weitere Analysedaten zu Traffic oder Backlinks lassen je nach Analyseziel weitere RĂŒckschlĂŒsse ĂŒber das Crawl-Verhalten zu.

Logfile-Analyse ist nur ein Teil der SEO-Optimierung

Um Websites im Hinblick auf ihre Indexierung zu optimieren, ist neben einer Logfile-Analyse aber stets ein enger Zusammenhang mit SEO-abgestimmten Content und weiteren On- und Offpage-Maßnahmen erforderlich.

Chatbots können doch nicht alles

28. Februar 2018

Noch vor zwei Jahren galten Chatbots als die Marketing-Tools der Zukunft: die kleinen Programme sollten zunĂ€chst textbasiert und bald auch sprachlich mit Websitekunden kommunizieren, AuskĂŒnfte geben, Bestellungen annehmen und Serviceleitungen erledigen. Damit könnten sie in vielen Branchen wie im Reisegewerbe, Banken, bei Online Shops oder bei Dienstleistungsservices menschliche Telefon- und Maildienste ersetzen und wesentliche Teile des Vertriebs automatisieren.

Vielversprechender Markt fĂŒr E-Commerce und Kundenbetreuung

Etwa 34.000 Chatbots gibt es mittlerweile alleine im Facebook-Messenger, die tĂ€glich von ĂŒber einer Milliarde Menschen genutzt werden. Unternehmen wie Uber, Zalando, British Airways, Nike oder die Deutsche Bank experimentieren mit Chatbots, die die zahllosen Apps ĂŒberflĂŒssig machen und das Online-GeschĂ€ft per Smartphone automatisieren und damit revolutionieren sollen.

Datenbanken und grobes Regelwerk begrenzen EinsatzfÀhigkeit

Doch die anfĂ€ngliche Euphorie ĂŒber die automatisierten VerkĂ€ufer und Kundenberater hat sich mittlerweile gelegt. Denn Chatbots agieren ĂŒberwiegend auf Basis von Datenbanken. Eingehende Anfragen werden nach vorgefertigten Regeln zerlegt, interpretiert und ĂŒber Erkennungsmuster angepasst beantwortet. Je besser die Datenbank und die Analyseregeln, desto aussagekrĂ€ftiger ist die Antwort.

Lernende Chatbots sind noch selten und nicht unproblematisch

Chatbots sind aber zumeist keine ‚intelligenten‘ lernenden Programme, weshalb die QualitĂ€t der Ergebnisse ĂŒberschaubar bleibt. Daran Ă€ndert auch zunehmend eingesetzte Sprachsteuerung nichts, im Gegenteil, sie offenbart umso deutlicher, dass eine ‚Unterhaltung‘ mit einem Chatbot kaum möglich ist.
Ein selbstlernender Chatbot, wie der Twitter-Bot von Microsoft, wurde andererseits bereits von Rechtsextremisten missbraucht, die ihn mit einschlĂ€gigen Daten fĂŒtterten.

Blockchain-Technologie soll Vertrauen in Chatbots stÀrken

Die VerlĂ€sslichkeit der Chatbots liegt immer in der Verantwortung ihrer Betreiber. Wenn ein Bot falsche AuskĂŒnfte gibt oder seine Antworten zu einem Schaden fĂŒhren, haftet der Betreiber des Bots. Da es hierbei um persönliche Kunden- und Bankdaten gehen kann, scheuen viele Nutzer GeschĂ€fte mit noch unausgereiften Chatbots. Durch Blockchain-Technologie soll dieses Vertrauen aufgebaut werden: Die Distributed Leger Technology/DLT zeigt durch einen Tracker, wie viele Transaktionen tatsĂ€chlich getĂ€tigt und von Mitgliedern eines Registers bestĂ€tigt wurden. Das resultierende Trust-Rating zeigt, ob es sich um einen vertrauenswĂŒrdigen Bot handelt. Wird mit ihm ein weiteres GeschĂ€ft getĂ€tigt, erscheint dies im nĂ€chsten Rating. Auch Blockchains, die ein GeschĂ€ft versichern, wurden von Traity oder Deloitte bereits entwickelt.

In Deutschland sind Chatbots nicht populÀr

Auch das Natural Language Processing/NLP wird zwar zunehmend besser, doch die hĂ€ufig verwendeten Module der Bot-BaukĂ€sten erlauben bisher kaum individuelle Lösungen. Wo die Datenbasis und deren Auswertung detailliert ausgearbeitet ist, können Chatbots wie etwa bei Kayak auch AuftrĂ€ge eigenstĂ€ndig beantworten. Bei komplizierteren Anfragen verweist das Reisebuchungssystem auf einen menschlichen Mitarbeiter. In Deutschland ist die Chatbot-Nachfrage aber noch gering. Ähnliche Erfahrungen hat die Bild-Zeitung. Einfache Facebook-Messenger-Anfragen werden von Bots beantwortet, doch die Reichweite ist noch gering. Mittlerweile experimentiert Bild mit Slack-Bots, die auf ĂŒber- oder unterdurchschnittliche Bewertungen und Interessen hinweisen.

Voicebots machen Chatbots Konkurrenz

Mittlerweile haben Chatbots durch Voicebots wie Siri oder Echo/Alexa Konkurrenz bekommen. Auch sie greifen auf Datenbanken der Hersteller oder von Drittanbietern zurĂŒck. Die Sprache wird dabei zunehmend besser, das qualitative Leistungsangebot wĂ€chst allerdings nicht in der gleichen Geschwindigkeit. Die erste Euphorie ĂŒber Chatbots ist mittlerweile der oft noch steinigen Praxis gewichen. Doch es ist zu erwarten, dass Chatbots kĂŒnftig, etwa mit Echtzeit-Cloud-Lösungen oder interaktiv lernender Technologie, weitere Funktionen im E-Commerce ĂŒbernehmen.

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