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Die 5 hÀufigsten Onpage-Fehler

05. Juni 2019

Die Suchmaschinenoptimierung (SEO) wird in zwei Hauptfelder untergliedert: Der Onpage- und Offpage-Optimierung. WĂ€hrend sich die Onpage-Optimierung mit allen SEO-relevanten Inhalten innerhalb der Website beschĂ€ftigt, befasst sich das GegenstĂŒck, die Offpage-Optimierung, mit allen Maßnahmen, die nicht selbst auf der Website durchgefĂŒhrt werden. Gerade im Onpage-Bereich können viele Fehler schnell gemacht werden, die schlussendlich eine negative Auswirkung auf das Ranking in der Suchmaschine haben.
SEMrush, ein Forschungsservice fĂŒr Online Marketing, analysierte mithilfe einer umfangreichen Studie mehr als 450 Millionen Seiten und 100.000 Domains. Dabei wurden die hĂ€ufigsten Onpage-Fehler – und deren einfache Lösungen – ermittelt.

Duplicate Content

Der am meisten aufgetretene Fehler ist der des Duplicate Contents. Google definiert diese als „umfangreiche Contentblöcke, die anderem Content auf derselben oder einer anderen Domain entsprechen oder auffĂ€llig Ă€hneln“. Demnach besitzt jede 2.Website Inhalte, die denen auf Anderen zu sehr Ă€hneln. Die Suchmaschine bevorzugt jedoch jeden Content, der einzigartig ist, und rankt diesen höher. Um das Problem zu lösen, sollten gleiche Seiten zusammengefĂŒgt oder Duplikate gelöscht werden.

Fehlende Alt Tags sowie nicht vorhandene Bilder

Ein Alt Tag ist ein hinterlegter Alternativtext, der eine kurze Beschreibung eines nicht geladenen Bildes gibt. Aus Usability-Sicht, also der Benutzerfreundlichkeit einer Website, ist solch ein Alt Tag unverzichtbar. Das in die Beschreibung eingebundene Keyword vereinfacht die Bildersuche enorm. 45% der Seiten verwendeten keinen Alt Tag – 10% verzichteten sogar komplett auf ein Bild. Bilder sind jedoch ein wichtiger Bestandteil des Content Marketings. Daher sollten diese nach Möglichkeit immer mit einem dazugehörigen Alt Tag verwendet werden.

Title Tag

Ein Title Tag gibt einer Suchmaschine wie Google Informationen ĂŒber das Thema einer Seite. Gerade das ist von großer Bedeutung, denn damit wird die Relevanz der Website zur Suchanfrage festgestellt. Die Click-Through-Rate (CTR), also die Klickrate einer Website, wird somit von einem Title Tag beeinflusst. Laut der Studie hatten 35% der Seiten doppelte Titel, 8% verzichteten vollkommen auf die Verwendung. Zudem waren 15% der Titel entweder zu lang oder 4% zu kurz.
Auch hier gibt es einfache LösungsansĂ€tze. Die doppelten Title Tags waren eine Folge des Duplicate Contents, weshalb dies wie in Punkt 1 behoben wird. Generell ist zu beachten, dass sie nicht nur ein Wort beinhalten dĂŒrfen, aber auch nicht ĂŒber maximalen 70 Zeichen hinausgehen. Zudem sollte das Fokus-Keyword am Anfang des Titels stehen.

Meta Description

Metatags fassen den Inhalt einer Website zusammen und sollten die LĂ€nge von 160 Zeichen nicht ĂŒberschreiten. Die Beschreibungen wirken sich zudem vielmehr auf die CTR aus, als auf das Ranking in der Suchmaschine. Über 30% der Seiten besaßen doppelte Descriptions, 25% verwendeten keine. Hierbei sollte auf eine interessante Beschreibung sowie eine angemessene Zeichenanzahl geachtet werden.

Tote Links

Zu den fĂŒnf hĂ€ufigsten Onpage-Fehlern zĂ€hlen sogenannte „tote Links“. Das sind fehlerhafte Links, die auf nicht vorhandene Ressourcen wie beispielsweise Websites verweisen. Die Studie fand heraus, dass 35% der analysierten Seiten tote interne Links, wovon 70% wiederum 404-Links sind, und 25% tote ausgehende Links besitzen. Die Fehlermeldungen wirken sich dabei negativ auf die Besuchererfahrungen und die QualitĂ€t der Suchergebnisse aus. Deshalb sollte die Website regelmĂ€ĂŸig auf Fehler untersucht und auf die korrekte Schreibweise der Links geachtet werden.

4 Tipps zur Conversion Rate Optimierung

08. Mai 2019

Suchmaschinenwerbung- und Optimierung gehören zu den wichtigsten Bausteinen einer erfolgreichen Strategie im Online Marketing. Mithilfe der Schaltung von Werbeanzeigen in Suchmaschinen wie Google und Co. (SEA) und organischer Suchmaschinenoptimierung (SEO) können Unternehmen im World Wide Web eine hohe Reichweite und Sichtbarkeit erzielen. Allerdings gibt es bei diesen Teilgebieten einige Dinge zu beachten. Die sogenannte Conversion Rate Optimierung beispielsweise ist fĂŒr ein erfolgreiches Suchmaschinenmarketing unerlĂ€sslich.

Was ist eine Conversion Rate Optimierung?

Die Conversion Rate Optimierung, kurz CRO, hat die Absicht, das VerhĂ€ltnis zwischen den Besuchern einer Website und den dort von ihnen getĂ€tigten Conversions, also zuvor definierten Handlungen wie KaufabschlĂŒssen oder Anmeldungen, zu verbessern. Mithilfe dieser Maßnahme können Erfolge leichter verstanden und skaliert sowie der Return on Investment (ROI), die Kennzahl zur Messung des Gewinns einer unternehmerischen TĂ€tigkeit, besser kalkuliert werden.

1. Eine benutzerfreundliche Landingpage ist das A und O

Da eine Landingpage hĂ€ufig der erste Kontakt zwischen Websitenutzer und Unternehmen ist, gilt es hier einen positiven ersten Eindruck zu vermitteln. Überzeugt die Landingpage schon in den ersten Sekunden nicht, ist der Besucher meist schnell wieder weg. Besonders wichtig ist ein gut strukturierter Aufbau, der den Nutzer nach möglichst kurzer Zeit zum gewĂŒnschten Conversion-Ziel fĂŒhrt. Dazu gehören beispielsweise Elemente wie ein ausreichend sichtbares Logo, eine prĂ€gnante Headline, ein ĂŒbersichtlich gestaltetes Produktangebot sowie ansprechende und interessante Bilder. Ein Call to Action (CTA) sollte auch vorhanden sein, um auf die gewĂŒnschte Handlung hinzuweisen. Testimonials, also Empfehlungsbeispiele voriger Kunden, und Trustsiegel unterstĂŒtzen positive Reaktionen des Users. Neben diesen Bestandteilen muss jedoch zudem auf eine gute Performance der Website – unter anderem schnelle Ladegeschwindigkeiten – geachtet werden.

2. Verwendung von Nischen Keywords

Nischen Keywords bieten einige Vorteile, denn mit ihnen wird nicht nur der an einem bestimmten Begriff interessierte Besucher zur Website gelockt – es werden auch diejenigen auf die Seite weitergeleitet, die sich bereits konkret fĂŒr den Kauf eines Produktes oder einer Dienstleistung interessieren. Beispielsweise könnte ein relevantes Keyword fĂŒr einen Make-Up-Anbieter „make-up ohne tierversuche“, anstatt nur „make-up“ sein. Somit entsteht weniger Nutzeraufkommen, also Traffic, auf der Website. Gleichzeitig sinken jedoch auch die Streuverluste, da nur die Besucher angesprochen werden, die wirklich kaufen möchten. Daraus resultieren eine steigende Sichtbarkeit sowie Conversion Rate. Positiver Nebeneffekt: Durch die effiziente Strategie werden auch Kosten eingespart.

3. Permanentes Monitoring

Monitoring, die stetige Überwachung aller DatenvorgĂ€nge, ist fĂŒr eine erfolgreiche Strategie der Suchmaschinenoptimierung unumgĂ€nglich. Nur wer die relevantesten Kennzahlen wie die Conversion- und Absprungrate immer im Blick hat, kann langfristig weitere Maßnahmen planen. Die Absprungrate ist neben der Conversion von großer Bedeutung, da es genauso wichtig zu wissen ist, warum die Seite an einem bestimmten Punkt verlassen wird. Auch kann durch Monitoring sofort auf VerĂ€nderungen wie den Markteintritt eines Konkurrenten reagiert und die Website daraufhin angepasst werden.

4. Die Zielgruppe mithilfe von Daten verstehen

Unternehmen sollten ausreichend ĂŒber ihre eigene Zielgruppe informiert sein. Das Sammeln von Daten ist gerade zu unserer Zeit ein leichtes Spiel. Die Schwierigkeit ist hingegen das VerknĂŒpfen der zuvor aufgenommenen Informationen, um hilfreiche Erkenntnisse zu gewinnen. Kunden erwarten zunehmend die persönliche Ansprache von Unternehmen. Um ihnen dies zu ermöglichen, sollte man das Suchverhalten der Nutzer verstehen. Gelingt dies, können unter anderem Landingpages zielgruppenspezifischer erstellt werden. Beispielsweise ist es möglich, dass Kunden in einem bestimmten Gebiet in Deutschland eher nach Make-Up suchen, das ohne Tierversuche hergestellt wurde. In einer anderen Region kann dies womöglich aber irrelevant sein. Daher ist es wichtig, die Landingpages des jeweiligen Ortes mithilfe dieser gesammelten Einsichten anzupassen.

E-Commerce: Generation Z bald grĂ¶ĂŸte Verbrauchergruppe – Chance fĂŒr Unternehmer?

25. März 2019

Per Definition gehören alle Menschen, die nach 1998 geboren wurden, zur Generation Z. Diese folgt direkt auf die sogenannte Generation Y und wird als erste Digital-Native-Generation charakterisiert. Bereits jetzt macht die Personengruppe ein Drittel der Weltbevölkerung aus und steht trotz ihres jungen Alters in Deutschland bereits fĂŒr vier Prozent der gesamten Haushaltsausgaben.

Bis 2020 soll die Generation Z zur grĂ¶ĂŸten Verbrauchergruppe weltweit aufgestiegen sein. Eine Studie der OC&C Strategy Consultants hat nun das Konsumverhalten der Generation Z untersucht und somit Werbetreibenden aufgezeigt, wie sie von diesen Erkenntnissen profitieren können. Insgesamt wurden fĂŒr die Studie 15.500 Menschen aus vier Generationen in unterschiedlichen LĂ€ndern befragt.

Vermarktung statt QualitÀt

Laut der genannten Studie achtet die Generation Z viel weniger auf QualitÀt und Preis als vorherige Generationen. Demnach legen die jungen Verbraucher viel mehr Wert auf Stil, ProduktprÀsentation und Nachhaltigkeitsaspekte. Auch traditionelle Inspirationsquellen motivieren die junge Zielgruppe nur noch selten zu einer Kaufentscheidung.

Viel mehr wird die Generation Z durch Social Media, Blogs, Prominente etc. beeinflusst. Empfehlenswert wĂ€re es also, sich Gedanken ĂŒber neue Formen der Interaktion mit den jungen Verbrauchern zu machen, da diese dauerhaft auf Social-Media-Plattformen unterwegs sein werden.

Dringend nötig: Umdenken bei der Mitarbeiterakquise

Auch der Bezug zur Mitarbeiterakquise sollte nicht unbeachtet gelassen werden. Denn die Zugehörigen der Generation Z Ă€hneln sich ĂŒber alle LĂ€nder hinweg in Einstellungen und Haltung – und das wesentlich mehr als die Generationen davor. Fragen des Tierschutzes, der sozialen Gleichstellung und der Vielfalt sind prĂ€gend fĂŒr die junge Zielgruppe.

Gerade das gesellschaftspolitische Bewusstsein dieser Generation wird enorme Auswirkungen auf das VerhÀltnis zu potenziellen Arbeitgebern haben. Strebt ein Unternehmer also an, junge Mitarbeiter zu akquirieren, sollten damit einhergehend auch die Unternehmenswerte und ethische Standards weiterentwickelt werden. Auf diese Weise ist eine Bindung der nach 1998 Geborenen an Betriebe gewÀhrleistet, so dass die AttraktivitÀt des Online-Angebotes auch nach deren Generation ausgerichtet werden kann.

Die Bedeutung der Pillar-Page fĂŒr SEO

26. Februar 2019

Pillar-Pages sind aktuell der absolute Geheimtipp im Bereich Suchmaschinenoptimierung – und wenn es nach Marketern geht, wird aus dem Trend schon bald eine Verpflichtung werden. Denn mit der Pillar-Page wird nicht lĂ€nger auf Keywords optimiert, sondern auf Themen spezifiziert. Doch was genau ist eigentlich eine Pillar-Page?
Eine tragende SĂ€ule und viele Pfeiler

Die themenzentrierte Pillar-Page ist die Basis eines Themenclusters. Das bedeutet, dass sie alle relevanten Aspekte ein Thema betreffend einleitend aufgreift. Von der Pillar-Page aus wird dann auf Unterseiten des Clusters verlinkt, die noch genauer auf bestimmte Details eingehen. Auf der Pillar-Page zum Thema Social-Media-Marketing wĂŒrden also die wichtigsten Grundfragen geklĂ€rt. Alle weiterfĂŒhrenden Informationen erfĂ€hrt der User dann von ausfĂŒhrlicheren Unterseiten.

Warum Google Pillar-Pages höher rankt

Google ist ein Dienstleistungsunternehmen, das so gut wie möglich auf die Suchanfragen seiner Nutzer eingehen möchte. Deswegen arbeitet der Konzern intensiv daran, die Benutzerintention noch besser zu verstehen.
Da die Art der Suche sich dahingehend verĂ€ndert hat, dass schon die Formulierung des Suchauftrages immer genauer wird – sie enthĂ€lt im Schnitt vier Wörter und ist oftmals als komplexe Frage formuliert – reagiert Google auf die sich wandelnden NutzerbedĂŒrfnisse mit einer anderen Gewichtung im Ranking.

Der Suchmaschinengigant stuft Pillar-Pages als besonders wertvoll ein. Warum? Weil sie auf möglichst viele Aspekte eines Themas eingehen und dem User so bestmöglich Auskunft geben. Außerdem punkten Pillar-Pages durch eine gut strukturierte Seitenarchitektur inklusive der Vernetzung durch interne Links, die von Suchmaschinen optimal ausgelesen werden können.

Pillar-Pages zu unternehmensspezifischen Themen erstellen – eine Anleitung

1. Geeigneten Content ausmachen

Um eine attraktive Pillar-Page zu erstellen, die ein komplettes Themen-Cluster beinhaltet, ist zunĂ€chst ein geeignetes Themenfeld zu identifizieren. Das Thema sollte nicht nur fĂŒrs Unternehmen relevant sein, sondern auch das Interesse der Zielgruppe wiederspiegeln. Die wichtigsten Keywords, die bei der Suche nach diesem Thema am hĂ€ufigsten verwendet werden, mĂŒssen in jedem Fall textliche Beachtung finden. Auch sollte das Thema in alle wichtigen Unterthemen gegliedert werden, um spezifische Fragen so genau wie möglich zu beantworten.

2. Content erstellen

Die Hauptseite, also die Pillar-Page, sowie die einzelnen Cluster-Seiten werden anhand von vorher festgelegten Stichwörtern verfasst. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass jede Cluster-Seite, die ja ein bestimmtes Unterthema behandelt, einzigartige Inhalte enthĂ€lt. Das heißt, dass die Pillar-Page allgemein gehalten werden muss und Einzelheiten der Unterseiten nicht vorwegnimmt. Mit illustrierenden Grafiken, Videos und CTAs werden die Seiten besonders ansprechend.

3. Content vernetzen und aktualisieren

Ist der Content erstellt, werden nun Pillar-Page und Unterseiten verlinkt – und zwar in beide Richtungen. Auch die jeweiligen Cluster-Seiten können an geeigneter Stelle miteinander vernetzt werden, um die Verweildauer der Nutzer zu verlĂ€ngern und so viele Fragen wie möglich zu beantworten. Da einige Themen, die Unternehmen und ihre Zielgruppe beschĂ€ftigen, stetiger Neuerungen unterliegen, sollten diese fortwĂ€hrend in die Pillar-Page eingearbeitet werden. Auch die Unterseiten mĂŒssen aktuell gehalten sein und bei Bedarf neu erstellt werden.

Die 5 wichtigsten Social Media Trends 2019

24. Januar 2019

Die Entwicklung von Social Media befindet sich im stĂ€ndigen Umbruch. Trends sind einem stetigen Wandel ausgesetzt und dieser macht auch vor dem Internet nicht Halt. Obwohl 2018 fĂŒr Social Media eine Misere darstellte, ist die Nutzung der Plattformen konstant geblieben. Die Social -Media-Management-Plattform Hootsuite gibt Werbetreibenden nun Aufschluss ĂŒber die Top 5 Trends 2019, die unbedingt in den Fokus ihrer BemĂŒhungen gestellt werden sollten.

FĂŒr die Zusammenstellung der Trends wurden mehr als 3000 Businesskunden unterschiedlicher UnternehmensgrĂ¶ĂŸe befragt. Zudem wurden die Ergebnisse durch Einzelinterviews mit Branchenexperten ergĂ€nzt.

1. Vertrauen werben

Durch etliche Skandale im Hinblick auf die Weitergabe sensibler Nutzerdaten gepaart mit dem hÀufigen Einsatz von Bots, dem Kauf von Fake Followern oder schlichtweg schlechter Werbeinhalte ist das Vertrauen der User in Social-Media-Plattformen im Jahr 2018 um 60 Prozent gesunken. Zwar hat sich an der eigentlichen Nutzung dieser Plattformen kaum etwas verÀndert, doch der Nutzer ist skeptischer geworden.

Als Konsequenz teilen User ihre Daten nicht mehr bedingungslos mit jedem. Daher gilt es fĂŒr die Unternehmen, nun ihr Vertrauen zu gewinnen – durch einen erkennbaren Mehrwert. Dies gelingt nicht mehr durch Content allein – auch der Kontext ist wichtig geworden. Das bedeutet also, dass Unternehmen einen gewissen QualitĂ€tsanspruch erfĂŒllen und mehr personalisierte Inhalte bereitstellen mĂŒssen. Und diese authentisch zu verpacken.

2. Stories vermitteln NĂ€he

Was zunĂ€chst auf Snapchat etabliert wurde, hat sich nun auf alle Social Media Plattformen wie Instagram, WhatsApp und Facebook verbreitet: Die Story. Kurze, flĂŒchtige Inhalte in Form von Slideshows beherrschen Social Media. Derzeit benutzen tĂ€glich ĂŒber eine Milliarde Nutzer weltweit die Storyfunktion, um Inhalte mit ihren Followern zu teilen.
Aufgrund dessen sollten Marken ihr Engagement vermehrt in Stories stecken. Der Grund dafĂŒr ist die authentische, unmittelbare und persönlich wirkende Note dieses Features. Allerdings sollte der VergĂ€nglichkeit der Story wegen keineswegs auf hochwertigen Content verzichtet werden.

3. Steigender Wettbewerb bei Paid Social

Unternehmen sehen sich durch eine stetig wachsende Nachfrage an Werbung mit steigenden Preisen konfrontiert. Bemerkbar wird dies vor allem durch die Erhöhung von Social Werbebudgets um 32% im Jahr 2018.

Zu empfehlen sind daher kreative Anzeigen, um sich von seinen Mitbewerbern abzuheben. Des Weiteren mĂŒssen Marken zwangsweise mehr Geld in die Hand nehmen und ihr Publikum gezielt ansprechen. Ziel ist es, die Aufmerksamkeitsspanne fĂŒr Produkte und Dienstleistungen mittels anregender Diskussionen und Interaktionen zu erhöhen.

Laut Report stocken Unternehmen dazu ihr Social Media Team durch auf Contenterstellung spezialisierte Mitarbeiter auf. So können Marken sehr viel mehr Zeit in persönliche Ansprachen investieren und dadurch einen Mehrwert fĂŒr ihre Community liefern.

4. Social Commerce in naher Zukunft

Das Vereinen von Shopping und Social Media ist in Deutschland noch Zukunftsmusik. Anders als bei uns geben in China bereits 70 Prozent der Generation Z an, schon direkt in Social Media zu shoppen. Hierzulande kam es bisher noch zu keinem Direktvertrieb auf den Social Media Plattformen. Zwar ließen sich Produkte bereits taggen, doch eine Kaufabwicklung innerhalb der Plattform kam bisher nicht zustande. Doch lĂ€sst die Entwicklung neuer Technologien verheißen, dass die LĂŒcke zwischen Social und E-Commerce bald geschlossen wird.

Demnach ist eine intensive Vorbereitung eine gute Voraussetzung fĂŒr einen erleichterten Einstieg der Unternehmen. Die Commerce-Entwicklungen sollten gut beobachtet werden und auch hier gilt es wieder die Zielgruppe zu erreichen. DafĂŒr sind Interaktion, Vertrauen und ĂŒberzeugende visuelle Inhalte notwendig.

5. Weg frei fĂŒr Messenger Marketing

Da mehr als 5 Milliarden Menschen weltweit bereits die fĂŒhrenden Messenger Apps regelmĂ€ĂŸig benutzen, ist es kaum verwunderlich, dass auch das Messenger Marketing in 2019 relevanter wird. WĂ€hrend wir auf Social Media Plattformen Dinge teilen, die weniger privat sind, als in den Messengern, sind Display-Ads dort vermutlich weniger gern gesehen. Eine Studie konnte jedoch belegen, dass neun von zehn Usern via Messenger gern mit Unternehmen kommunizieren wĂŒrden.

Ihnen sind also hochwertige sowie persönliche Konversationen mit Unternehmen wichtig. Deswegen sollten Marken einen Real-Time-Kundenservice, Rabattcodes oder etwa Gutscheine fĂŒr die Konsumenten bereitstellen, um dauerhafte QualitĂ€t und Zufriedenheit zu gewĂ€hrleisten.

Data-Driven Marketing ist ein wertvolles Tool zur Umsatzsteigerung

28. November 2018

Langfristige Relevanz und Erfolg sind zwei Komponenten, die jedes Unternehmen anstrebt. Mit immer neuen Tools wachsen hier die Möglichkeiten, die Position eines Unternehmens zu verbessern, es nĂ€her in den Fokus der Zielgruppe zu rĂŒcken und darauf aufbauend steigende Gewinne zu verzeichnen. Da Unternehmen durch ihre Online-PrĂ€senzen immer mehr und immer tiefere Datenmengen sammeln, hat sich das datengetriebene Marketing entwickelt, das auf der Analyse der Kundendaten beruht.

Wie arbeitet Data Driven Marketing?

Ziel des Data-Driven Marketings ist es, anhand von gesammelten Kundendaten das Verhalten der User zu studieren, um auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse gezielt Marketingaktionen besser an die BedĂŒrfnisse und WĂŒnsche der Kunden anzupassen. Die gesammelten Daten, auch Big Data genannt, stammen aus verschiedenen Quellen: Webanalysen, Social Media, Mobiltelefonen, Fragebögen, Umfragen oder Telefoninterviews.

Welche Absicht verfolgt Data Driven Marketing?

Die Hauptintention dieser Strategie ist durch eine langfristige Kundenbeziehung, das Verstehen des Kunden und eine zeitnahe Reaktion auf Trends und MĂ€rkte, um wettbewerbsfĂ€hig zu bleiben, definiert. Letztendlich soll diese Methode zu höheren Umsatzzahlen, höherem Traffic oder der Verbesserung von anderen im Voraus definierten KPIs fĂŒhren. Die Herausforderung besteht allein im logischen VerknĂŒpfen von Kundeninformationen, die sowohl online als auch offline gesammelt werden. Zudem dienen die Informationen dazu, relevanten Content fĂŒr jeden Nutzer individuell zur VerfĂŒgung zu stellen, wodurch die Kundenzufriedenheit stetig erhöht und langfristig gewĂ€hrleistet wird.

Welche Bedeutung hat Big Data im Online Marketing?

Jedes Unternehmen kann enorme Vorteile aus den gesammelten Daten ziehen: Dank Big Data können KonsumwĂŒnsche auf den Punkt genau abgebildet werden. So ist personalisierte Kundenwerbung möglich, die nur die Menschen erreicht, die wirklich am Produkt interessiert sind. Denn je mehr Daten strukturiert und detailliert zur VerfĂŒgung stehen, desto besser kann die Zielgruppe analysiert werden. Ist erst einmal bekannt, was die Zielgruppe sucht, kann die eigene Produktpalette wesentlich besser darauf ausgerichtet werden.

Auch das Up- und Crossselling wird dank Big Data enorm verbessert. Höherpreisige Waren sowie zusÀtzliche Waren können aufgrund der genauen Zielgruppenkenntnis viel gezielter angeboten werden.

Um aus Big Data Profit zu schlagen, ist neben der Beschaffung besonders die optimale Beschaffenheit der Daten wichtig. Denn nicht alle Daten sind nutzbar oder sinnvoll miteinander zu verbinden. Neben der Generierung von aussagekrĂ€ftig aufbereiteten Daten ist es fĂŒr Unternehmen außerdem wichtig, die Kundendaten nicht nur als nackte Zahlen zu sehen, sondern den Kunden auch weiterhin als Mensch wahrzunehmen.

Content Marketing fĂŒr die Sprachsuche

04. Oktober 2018

Immer mehr User nutzen ihr Smartphone und Tablet nicht mehr nur fĂŒr die klassische Suche, die ĂŒber Tastaturbefehle eingegeben wird. Im Trend: Die Sprachsuche. Ob zuhause, im Auto oder unterwegs – es ist fĂŒr Nutzer schlichtweg bequemer, ĂŒber Voicesearch zu suchen.

Prognosen zufolge werden schon 2020 die HĂ€lfte aller Suchanfragen per Spracheingabe in Auftrag gegeben. Siri, Googles namenloser Assistent, Alexa und Bixby sind somit die grĂ¶ĂŸten Konkurrenten fĂŒr Suchmaschinen und damit das konventionelle SEO. Warum? Mit Sprachassistenten kommunizieren die User anders, als mit ihrer Tastatur. Daher sind einige Hinweise zu beachten.

1. Schreibstil anpassen

Nutzer sprechen mit ihrem Sprachassistenten so wie mit einer realen Person. FĂŒr die SEO-Arbeit bedeutet das, dass der formelle Stil, der in der Schriftsprache ĂŒblich ist, auf Suchanfragen durch den Sprachassistenten nicht anspricht. Ein informeller Stil mit gĂ€ngigen Phrasen und W-Fragen hingegen kann gut von Sprachassistenten gefunden werden.

2. Suchphrasen umstellen

Sprachassistenten können Longtail-Keywords und Suchphrasen besser finden, als einzelne SchlĂŒsselwörter. Diese sind hĂ€ufig nicht ausformuliert, um gute Rankingpositionen nicht durch Stoppwörter zu riskieren. Da viele Audio-Suchanfragen außerdem als Frage formuliert sind, macht es Sinn, ganze Fragen zu formulieren und beispielsweise als Überschrift zu verwenden.

3. Audiogramme einfĂŒgen

ZusĂ€tzlich können einzelne Text- sowie Bildpassagen mit hörbaren Elementen unterlegt werden. Zitate und besonders wichtige SĂ€tze werden auf diese Weise hervorgehoben. Die Sprachinhalte der Audiogramme triggern außerdem Googles Algorithmus bei sprachaktivierten Suchanfragen. Aktiv hörbare Inhalte sind also ein großer SEO-Vorteil.

Umstellung, die sich lohnt

FĂŒr Webseiten-Betreiber ist es daher wichtig, den Stil ihrer Texte anzupassen und informeller, also umgangssprachlicher zu formulieren. Das mag fĂŒr viele Redakteure und Texter eine große Umstellung sein, da ein Schreibstil in langjĂ€hriger Arbeit entsteht und es sehr schwerfĂ€llt, sich einen neuen anzueignen.

Übt man den weniger formellen Sprachstil aber peu Ă  peu und baut ihn vor allem in die Überschriften ein, dann entwickelt er sich mit der Zeit. Auch das zusĂ€tzliche EinfĂŒgen von auditiven Inhalten ist ein Arbeitsschritt, der schon bald zur Routine wird. Um trotz guter klassischer SEO-Arbeit in der enormen QuantitĂ€t der Sprachsuchanfragen nicht unterzugehen, sollte mit dem Implementieren von Elementen, die den Google Algorithmus triggern, nicht gezögert werden.

Das Berufsfeld des Social Media Managers

03. September 2018

Der Beruf des Social Media Managers wird immer wichtiger. ZunĂ€chst noch belĂ€chelt, werden die Spezialisten fĂŒr Twitter, Facebook, Instagram und Co. mittlerweile gesucht. Sie sind lĂ€ngst nicht mehr die Praktikanten, die mit dem Internet aufgewachsen sind und irgendwie Content schaffen sollen. Es sind Profis, die Strategien entwickeln und ihre Erfolge durch Controlling steuern.

FĂ€higkeiten eines Social Media Managers

Ein Social Media Manager muss viele Fertigkeiten miteinander vereinen. So muss er nicht nur sehr empathisch, kommunikativ und selbstbewusst sein, sondern auch mit Zahlen umgehen können. Eine sehr wichtige Aufgabe fĂŒr ihn ist es, Strategien zu erschaffen, die das Unternehmen und seine Ziele optimal wiederspiegeln und unterstĂŒtzen. Aus diesen werden verschiedene Kampagnen geplant, die Teilschritte realisieren und deren Erfolge gemessen, um Strategieanpassungen vornehmen zu können.

Der Social Media Manager sollte also jemand sein, der sehr organisiert ist, stets den Überblick behĂ€lt und eine Vision in Teilschritten zu erreichen vermag. Mit seiner Empathie-FĂ€higkeit gelingt es ihm, die Posts mit Content zu gestalten, die die Zielgruppe wirklich interessiert und sie bestenfalls auch zur Verbreitung der Inhalte anregt.

Außerdem ist der Social Media Manager die Schnittstelle zwischen der GeschĂ€ftsfĂŒhrung und den Mitarbeitern seiner Abteilung. Er muss ĂŒber alle Prozesse im Unternehmen informiert sein, um seine langfristige Arbeit darauf auszurichten – nichts bringt mehr negative Kritik, als im Netz verbreitete falsche Informationen. Außerdem mĂŒssen Chefs wie Mitarbeiter von seinen Ideen ĂŒberzeugt werden, was oft nur mit viel Fachwissen und Selbstbewusstsein funktioniert.

Ausbildung zum Social Media Manager

Es gibt keine spezifischen Ausbildungsberufe, die zum Social Media Manager qualifizieren. DafĂŒr aber StudiengĂ€nge, Weiterbildungen, FernstudiengĂ€nge und Seminare. Derzeit werden die StudiengĂ€nge zum Social Media Manager nur an privaten Hochschulen angeboten. An öffentlichen UniversitĂ€ten lohnt sich aber ein Studium der Medien- und Kulturwissenschaften oder ein interdisziplinĂ€res BWL-Studium, um die nötigen Fertigkeiten zu erwerben. Die Weiterbildungen zum Social Media Marketing Manager können oft auch berufsbegleitend absolviert werden. So kann Gelerntes gleich im Arbeitsalltag angewandt und vertieft werden.

Zukunft des Social Media Managers

Unternehmen haben erkannt, dass die direkte Kommunikation mit ihrer Zielgruppe ein großer Mehrwert sein kann – und, dass man dafĂŒr Fachpersonal braucht. Eine immer grĂ¶ĂŸere Gruppe an potenziellen Kunden erwartet die PrĂ€senz eines Unternehmens in den sozialen Medien und wendet sich der Konkurrenz zu, wenn es keine gibt. Außerdem nutzen sie die unkomplizierte Interaktion, die den Kundenservice in ganz neue Dimensionen befördert.

Die Transparenz ist ein weiterer Faktor, den User zu schÀtzen wissen: Unternehmen geben viel von sich preis, wenn sie sich in öffentliche Netzwerke begeben. Nutzer bauen auf diese Weise Vertrauen auf und das wiederrum stÀrkt die Kundenbindung.

Aus diesen GrĂŒnden werden Social Media Manager weiterhin gefragt sein und ihr Aufgabenspektrum bestĂ€ndig wachsen.

AdWords wird zu Google Ads und setzt auf kĂŒnstliche Intelligenz

18. Juli 2018

Google hat eine bedeutende VerĂ€nderung fĂŒr Werbetreibende angekĂŒndigt: Ab 24. Juli wird der Suchmaschinengigant seine Anzeigen-Plattform AdWords umbenennen. Die heißt fortan Google Ads. Doch nicht nur der Name Ă€ndert sich. Auch einige der wichtigsten Funktionen werden in Zukunft anders strukturiert sein. Dadurch soll es einfacher werden, professionelle Anzeigen-Kampagnen zu entwickeln.

Googles Erfolgskonzept hat den Anzeigen-Markt revolutioniert

Bereits seit 2000 bietet Google ĂŒber seinen Online-Dienst AdWords Werbeanzeigen im Internet an. Die werden auf der Ergebnisseite der Suchmaschine und auf Partnerseiten im Netz veröffentlicht. Das Grundprinzip ist so einfach wie genial: Die Werbetreibenden legen ein maximales Budget fĂŒr ein bestimmtes Keyword fest. Wenn ein User nach diesem Wort sucht, fĂŒhrt Google im Hintergrund eine Art Auktion durch. Dem Suchmaschinen-Nutzer werden dann nur die Anzeigen mit den höchsten Geboten prĂ€sentiert. Mit diesem Konzept hat sich der Konzern zum MarktfĂŒhrer im Bereich Online-Werbung entwickeln können. Im vergangenen Jahr setzte Google fast 100 Milliarden US-Dollar im AnzeigengeschĂ€ft um. Das ist deutlich mehr als Konkurrenten wie Facebook oder Bing erwirtschafteten.

Innovation war dringend notwendig

Doch seit der Anfangszeit von AdWords ist viel passiert. Zum Beispiel nutzen die meisten Menschen heute tĂ€glich mobile EndgerĂ€te wie Smartphones oder Tablets. AdWords war aber fĂŒr Desktop-PCs entwickelt worden. Außerdem hat sich das Angebot von Google selbst in den vergangenen Jahren stark erweitert. Immer neue Features und Tools kamen hinzu, zum Beispiel der Keyword Planer oder AdWords Express. Letzteres sollte als Light-Version mit weniger Funktionen die Entwicklung von Anzeigen-Kampagnen vereinfachen. AdWords Express blieb aber hinter den Erwartungen zurĂŒck. Es arbeitete sehr grob und war zu intransparent. Das neue Google Ads setzt auf eine andere Lösung.

Der neue Clou: KI-gestĂŒtzte Kampagnen

In Zukunft wird Google Ads dem Werbetreibenden mit kĂŒnstlicher Intelligenz unter die Arme greifen. Mittels Machine Learning wird das Programm selbstĂ€ndig dazu beitragen, dass die Kampagne erfolgreich wird. Von sogenannten „Smart Campaigns“ sollen vor allem kleine und mittlere Unternehmen profitieren. Denn die haben in der Regel begrenzte Ressourcen zur VerfĂŒgung. Oft fehlt ihnen ganz einfach die Zeit, um eine Kampagne fortlaufend zu beobachten und zu verbessern. Die kĂŒnstliche Intelligenz soll Abhilfe schaffen, indem sie Ă€hnliche Kampagnen als Vorbilder verwendet. Mit automatisch optimierten Einstellungen kann das Budget sinnvoll einsetzt werden - auch ohne Fachkenntnisse im Online-Marketing. Sollte Google Ads halten, was es verspricht, dann könnte es eine neue Revolution im Anzeigen-GeschĂ€ft einleiten.

Digitales Erbe: Wem gehören die Daten von Verstorbenen?

04. Juli 2018

In der guten alten analogen Welt war die Erbfolge noch klar: wenn jemand verstirbt, wird aller dingliche Besitz gemĂ€ĂŸ des Testaments oder der gesetzlichen Erbfolge weitergegeben. Dazu konnten auch Briefe, Notizen, TagebĂŒcher, Texte, Bilder, MusiktrĂ€ger oder Kunstwerke gehören. Dinge zum anfassen also; die wenigen Daten ĂŒber den Verstorbenen bei Behörden, Banken, Ärzten oder GeschĂ€ften wurden bei Vorlage des Totenscheins meist gelöscht.

Wo ĂŒberall hinterlĂ€sst ein Verstorbener virtuelle Daten?

In der virtuellen Welt besitzt hierzulande nahezu jeder viel mehr Daten: E-Mail-Accounts, Social-Media-Profile, Bank- und GeschÀftskonten, Online-Abonnements und Mitgliedschaften, Sticks, Handys und andere Datenspeicher, - im Todesfall wissen die Erben meist gar nicht, mit wem der Verstorbene vernetzt war und welche Verbindlichkeiten online weiterlaufen. Ein hÀufiges Problem dabei: Passwords und Zugangsdaten. Selbst wenn ein Konto bekannt ist, ein WhatsApp-Profil, ein E-Mail-Postfach oder das Smartphone vorliegt, kommen die Erben oft nicht ohne das passende Password heran. Die Daten des Verstorbenen, private Gedanken, intime Chats, Selfies, Musik, Texte, Videos, GeschÀftskontakte und vieles mehr schlummern auf Servern, in Clouds oder anderen Speichern, ohne dass die Erben Zugang bekommen.

Facebook friert Daten von Verstorbenen ein

Sollen sie auch gar nicht, sagen die Facebook-Richtlinien. Der Nachrichtendienst sperrt die Daten von Verstorbenen im ‚Gedenkzustand‘ und gewĂ€hrt den Erben keinen Zugang. BegrĂŒndung: Hat jemand seinen Account zu Lebzeiten nicht mit anderen geteilt, wĂŒrde er es auch nach seinem Tode nicht wollen. Auch Chatpartner hĂ€tten darauf vertraut, dass nicht Dritte ihre Nachrichten lesen wĂŒrden und genießen deshalb Datenschutz.

BGH-Prozess: sind analoge und digitale Erbschaften gleichzustellen?

Dagegen klagten die Eltern einer verstorbenen 15-jĂ€hrigen, die sich von den Chatnachrichten und Mails ihrer Tochter Aufschluss ĂŒber die HintergrĂŒnde von deren Tod versprechen. Sie besitzen zwar das Password fĂŒr das Facebook-Profil ihrer Tochter, trotzdem erlaubt der ‚Gedenkzustand‘ von Facebook nicht, sich einzuloggen oder die weiterhin online stehende Seite zu verĂ€ndern. Nachdem zuletzt das Berliner Kammergericht den Eltern den Zugang unter Verweis auf das Fernmeldegeheimnis verweigert hatte, soll nun am 12. Juli 2018 der Bundesgerichtshof/BGH darĂŒber entscheiden, ob ein digitales Erbe dem analogen gleichzustellen ist (Az. III ZR 183/17).

Anhaltende Rechtsunsicherheit auch nach BGH-Urteil möglich

Juristisches Neuland, denn bisher ist in Deutschland gesetzlich nirgendwo geregelt, wem Daten in Clouds oder auf externen Servern gehören, wenn deren Besitzer stirbt. Die E-Mail-Anbieter GMX und Web.de gewĂ€hren Erben Zugang zu den Accounts von Verstorbenen. Bei Google kann man zu Lebzeiten im KontoaktivitĂ€tsmanager festlegen, wer im Todesfall auf welche Daten Zugriff haben soll. Rechtssicherheit fĂŒr den Verbleib von digitalen Daten lĂ€sst sich derzeit nur durch eindeutige Nachlassregelungen in einem Testament oder einer PatientenverfĂŒgung schaffen. Dazu mĂŒssen allerdings alle Konten und KommunikationskanĂ€le, Sticks, Smartphones und Computer aufgefĂŒhrt und zugeordnet werden. Das aktuelle BGH-Urteil könnte hier Klarheit schaffen, wie das Standard-Verfahren ohne vorherige VerfĂŒgungen aussieht. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass der BGH den Gesetzgeber beauftragt, eine entsprechende Regelung zu treffen.

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