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Archiv für September 2014

Apple als Vorreiter im Mobile Payment – wohl eher nicht

Mittwoch, 03. September 2014

Seit bekannt ist, dass das Apple iPhone 6 auf den Markt kommt, brodelt die Gerüchteküche hoch: Der Konzern möchte nun endgültig in den Mobile Payment Markt einsteigen – ob ja oder nein, es wird keine großen Auswirkungen auf die derzeitige Situation in diesem Segment haben.

Dieses Mal nicht an der Spitze

Denkt man an den mobilen Markt, kommt man um Apple nicht herum. Deswegen möchte man auch meinen, dass das Payment via Smartphone der nächste Coup des Unternehmens werden wird. Bedenkt man aber, dass dieser Markt sehr viel komplexer erscheint als andere, kann der Erfolg im Vorfeld nur schwer eingeschätzt werden. Viele Faktoren, wie zum Beispiel die Wahl des richtigen Kreditkartenanbieters, müssen stimmen, um weit vorne mitzuspielen. Diese Abhängigkeit von Dritten ist unberechenbar und deshalb mit einem sehr großen Risiko verbunden.

Vielfach treten anderweitig Probleme auf

Ferner ist es ebenso wichtig, eine gut funktionierende App zu gestalten, die mit einer leichten Bedienung glänzt. Nur so kann man es schaffen, möglichst viele Kunden an sich zu binden. Zudem ist es unbedingt notwendig, dass das Installieren und das Hinterlegen der Kreditkarte in wenigen Minuten vonstattengehen. Davor muss Apple bereits Partnerschaften mit Kreditkartenunternehmen eingegangen sein. Bis man zu einem wirklich funktionierenden Markt kommt, bedarf es einiger bürokratischer Hürden, die vor allem in Deutschland nicht immer leicht zu überwinden sein dürften. Lizenzen und Zulassungen müssen in jedem Fall vor einer Veröffentlichung eingeholt werden – was sich vielfach als steinig herausstellt. Ein weiteres Problem ist die bislang fehlende Akzeptanz in den Geschäften. Selbst wenn man seine Einkäufe per Mobile Payment begleichen möchte, ist dies vielfach schlicht nicht möglich. Eine entsprechende Schulung des Personals muss natürlich im Vorfeld ebenso durchgeführt werden. Daran kann es besonders oft in kleineren Filialen scheitern.

Apple ist nicht schuld am Nicht-Durchbruch

Neben dem nicht sicheren Personal sind auch die Anschaffungskosten ein großes Hindernis. Ein aufgerüsteter Terminal kostet rund 500 Euro. Auch darum ist eine Anschaffung für viele Anbieter nicht zwingend lohnenswert, denn die derzeitige Reichweite ist überschaubar, die Bezahlung wird deshalb nicht unbedingt schneller und die Systeme müssen immer wieder auf den neuesten Stand gebracht werden. Daran kann auch der Name Apple nichts ändern.

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