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Archiv für November 2022

Was ist Quick Commerce und wie funktioniert es?

Dienstag, 08. November 2022

Die Bedeutung von Online-Handel, dem sogenannten E-Commerce, nimmt stetig zu, nicht zuletzt durch die weiterhin anhaltende Pandemie. Neben den auf Online-Einkauf spezialisierten Unternehmen, bieten auch immer mehr lokale Gesch√§fte die M√∂glichkeit an, online ihre Waren kaufen zu k√∂nnen und diese bequem nach Hause geliefert zu bekommen. Um allerdings mit den gro√üen Online-Plattformen mithalten zu k√∂nnen, ist unter anderem die Lieferzeit der vom Kunden bestellten Ware ausschlaggebend. Letztendlich m√∂chte kein Kunde eine Woche oder l√§nger auf die gew√ľnschte Ware warten. Was lokale H√§ndler teils vor Problemen stellt, k√∂nnen gro√üe Online-H√§ndler bereits umsetzen und eine Lieferung innerhalb weniger Tage erm√∂glichen.

In diesem Zusammenhang h√§lt eine neue Form Einzug, die die Situation weiter versch√§rft. Die Rede ist von ‚ÄěQuick Commerce‚Äú. Doch was steckt dahinter und wie k√∂nnen Online- als auch lokale H√§ndler Quick Commerce anbieten?

Quick Commerce ‚Äď Minutenschnelle Lieferung

Bei Quick Commerce,oder kurz Q-Commerce, handelt es sich um eine Variante innerhalb des Lieferzeitmodells im E-Commerce. Während gängige Lieferungen von Waren durchschnittlich drei bis vier Tage dauern können, wird mit Quick-Commerce eine wesentlich schnellere Lieferung garantiert. Die Bestellung ist in sehr kurzer Zeit beim Nutzer. Ein ähnliches Modell ist bereits von einigen Online-Plattformen bekannt. Hier wird oftmals eine Lieferung innerhalb von 24 Stunden garantiert. Doch bei Quick Commerce wird die Lieferzeit nochmals drastisch reduziert. So können bereits existierende Quick Commerce-Shops eine Lieferung innerhalb von nur rund120 Minuten anbieten.

Das Modell Quick Commerce ist aktuell besonders beim Kauf von Konsumg√ľtern des allt√§glichen Lebens beliebt. So sind es Verbrauchsartikel oder Haushaltswaren, die der Kunde innerhalb k√ľrzester Zeit ben√∂tigt, die mit diesem Gesch√§ftsmodell vermarktet werden.

Doch wie ist es möglich, dass Bestellungen in nur wenigen Minuten ausgeliefert werden können?

Wie funktioniert Quick Commerce?

Um die Variante Quick-Commerce anbieten und auch durchf√ľhren zu k√∂nnen, sind einige wichtige Faktoren ausschlaggebend, die dem Online-Handel oder ggf. dem lokalen Handel zur Verf√ľgung stehen m√ľssen. Zum einen muss der Weg zum Kunden so gering wie m√∂glich gehalten werden. Das bedeutet, dass diverse Verteilungszentren direkt beim angebotenen Auslieferungsgebiet vorhanden sein sollten. Dazu nutzen viele H√§ndler bereits vorhandene und eigene √Ėrtlichkeiten, um ein entsprechendes Zentrum einzurichten. Eine andere M√∂glichkeit bietet die Zusammenarbeit mit einem Partner, etwa einem lokalen Unternehmen.

Neben den Verteilerzentren ist aber auch eine gute und ausreichend gro√üe Auslieferungsflotte notwendig. Insbesondere in Gro√üst√§dten wird hier gerne auf sogenannte Riders gesetzt. Lieferung per Fahrrad, bzw. E-Bike. Sofern kein eigenes Team besch√§ftigt wird, kann die Auslieferung auch an speziell f√ľr dieses Gesch√§ftsmodell vorhandene Firmen √ľbergeben werden.

Neben den einzurichtenden Verteilzentren und einem gut koordiniertem Auslieferungsmodell ist es ebenso wichtig, dass der Warenbestand vorhanden und kontrollierbar ist und das am besten in Echtzeit. Hier unterst√ľtzen automatisierte Tools die √úbersicht zu behalten und den Bestand auch online aktuell zu halten.

Wird sich das Modell ‚ÄěQuick Commerce‚Äú durchsetzen?

Sicherlich sind die Herausforderungen, um Quick Commerce anzubieten, nicht einfach umzusetzen. Ob sich das in manchen Branchen als rentabel erweist, ist daher fraglich, bzw. kann zum jetzigen Zeitpunkt schlecht eingeschätzt werden. Das Anbieten eines solchen Liefermodells hängt von zu vielen Faktoren ab.

Zu bedenken ist au√üerdem, dass sich aktuell der Warenbestand eher auf einzelne, ausgesuchte G√ľter beschr√§nkt. Kunden nutzen daher diesen Service eher sporadisch. Sofern es dann zu einem Einkauf kommt, ist die Lieferzeit ein ausschlaggebendes Kriterium. Nur so kommt es zu einem guten Einkaufserlebnis und der Kunde nimmt wiederholt das Angebot in Anspruch.

Eine weitere H√ľrde stellt die Preisgestaltung dar. Die Umsetzung von Quick Commerce erh√∂ht die Kosten. Sei es durch gut platzierte Verteilzentren oder erh√∂hte Logistikkosten. Diese Kosten m√ľssen auf die Warenpreise, bzw. den Lieferkosten umgelegt werden, was den Einkauf f√ľr den Nutzer wiederrum unattraktiv machen k√∂nnte.

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