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Archiv für 25. Mai 2022

Was ist E-A-T und warum ist es so wichtig?

Mittwoch, 25. Mai 2022

Im Bereich der Suchmaschinenoptimierung (SEO) stolpert man seit Jahren ├╝ber diese drei Buchstaben ÔÇ×E-A-TÔÇť. Doch was steckt dahinter und warum k├Ânnte eine von Google entwickelte Qualit├Ątsoffensive das SEO nachhaltig ver├Ąndern?

Was bedeutet E-A-T?

Hinter den drei Buchstaben E-A-T verbergen sich drei Faktoren, n├Ąmlich Expertise, Autorit├Ąt und Trust (Vertrauen). Diese drei Elemente legen die Grundpfeiler f├╝r die Bewertung von Quellen dar. E-A-T beinhaltet demnach ein Konzept, wie die Vertrauensw├╝rdigkeit und Glaubw├╝rdigkeit von Inhalten einer Seite zu einem bestimmten Themengebiet beurteilt werden k├Ânnen.

Dabei ist das Konzept E-A-T gar nicht mehr so neu. Bereits 2014 wurde es von Google in ihren Quality-Rater-Guidelines erstmals aufgenommen und erkl├Ąrt. Doch sp├Ątestens mit der Umsetzung des Core-Updates im Jahr 2018 wurde dieses Konzept in den Algorithmus f├╝r das Ranking von Webseiten eingef├╝hrt. Es ist allerdings davon auszugehen, dass zurzeit erst einmal noch Daten von Webseiten gesammelt werden, um damit ein Machine-Learning-Muster zu erstellen. Mit diesem Muster k├Ânnen die Algorithmen glaub- und vertrauensw├╝rdige Inhalte erkennen und die jeweilige Webseite bewerten.

E-A-T und die Qualit├Ątsrichtlinie von Google

Laut Google hat E-A-T insbesondere f├╝r sogenannte ÔÇ×Your money your lifeÔÇť-Themen eine besondere Bedeutung. Aus den Qualit├Ątsrichtlinien nehmen besonders die Themen Nachrichten und aktuelle Geschehnisse, aber auch Shop-Angebote f├╝r das eigene Wohlbefinden sowie besondere Interessengebiete, wie beispielsweise die Suche nach dem richtigen Job oder einem passenden Haus, einen hohen Stellenwert ein.

Doch auch bei Themen, die nicht zu den genannten Bereichen geh├Âren, nimmt E-A-T mittlerweile eine Rolle f├╝r das Ranking ein. Denn Google scheint sich zu einer semantischen Suchmaschine zu entwickeln, womit E-A-T nur ein weiterer Teil ist, um Webseiten ganzheitlich bewerten zu k├Ânnen.

Warum wurde E-A-T eingef├╝hrt?

Bereits im Jahr 2009 hat Google mit dem sogenanntem Vince-Update eingef├╝hrt, womit bekannte Marken inklusive deren Inhalte und Webseiten einen Boost beim Ranken erhalten. Dieser Boost wurde besonders bei markenbezogenen Suchanfragen und relevanten Keywords deutlich. Hintergrund war, dass durch die Identifikation der Marke auch letztendlich die Relevanz der Inhalte bewerten lassen. Dabei stehen insbesondere die Eigenschaften Popularit├Ąt, Autorit├Ąt, Vertrauen und Expertise im Fokus.

Dieser Fokus wurde nunmehr weiterentwickelt und bildet das Konzept von E-A-T. Es handelt sich hierbei also um einen Art Nachfolger des Vince-Updates. Mit E-A-T- soll nicht nur die Relevanz von Inhalten und deren Bezug auf Suchanfragen bewertet werden, sondern vor allem die Qualit├Ąt einer Quelle mit deren Inhalt im Gesamten.

Wie beeinflusst E-A-T das Ranking?

Bei dem E-A-T-Konzept handelt es sich nicht um ein klassischen Rankingfaktor, sondern um eine ganzheitliche Bewertung von Seiten. Das spiegelt sich bereits bei dem Dienst Google Discover wider, deren Inhalte von automatisierten Systemen ausgew├Ąhlt werden. Diese wiederum nutzen hierzu die Bewertung aus der Expertise, Autorit├Ąt und Trust (E-A-T) einer Seite.

Doch auch bei anderen Diensten bis hin zum Crawling und der Indexierung einer Webseite kann die E-A-T-Bewertung zuk├╝nftig eine ma├čgebliche Rolle spielen.

Die zuk├╝nftige Verbindung von E-A-T und SEO

Bei dem Konzept E-A-T werden Faktoren als Grundlage genommen, die weitgehend durch klassische SEO-Ma├čnahmen nicht beeinflusst werden k├Ânnen. Laut Google gibt es allerdings keinen einheitlichen Score f├╝r die Zusammenfassung dieser Faktoren, bzw. Signale, vielmehr handelt es sich bei E-A-T um die B├╝ndelung unterschiedlicher Signale, die ein Gesamtbild ergeben. So wird schlie├člich die Autorit├Ąt und Glaubw├╝rdigkeit einer Marke bewertet.

Bei den f├╝r E-A-T genutzten Signale handelt es sich ├╝berwiegend um Kriterien von externen Quellen, die ein Ergebnis aus unternehmenseigenen Ma├čnahmen zum Branding, Kommunikation und PR darstellen. Wenn allerdings dadurch ein klarer Kontext zur Marke geschaffen wird, k├Ânnen Crawler diese erfassen und messen. Diese Daten k├Ânnen anschlie├čend in die E-A-T-Bewertung einflie├čen.

Zu einem Teil kann ein Unternehmen demnach nur Einfluss nehmen, indem es eigene Markenbegriffe etabliert und in Suchanfragen und Onlineinhalten platziert. Mittel- bis langfristig kann sich dadurch ein positiver Effekt auf das Ranking dieser Keywords ergeben.

Daraus l├Ąsst sich schlie├čen, dass es sich bei SEO nicht mehr nur um klassische Ma├čnahmen und Einstellungen unter anderem an der Webseite handelt, sondern vielmehr eine zuk├╝nftige Schl├╝sselrolle in einem Unternehmen ist, die verschiedene Abteilungen mit einbezieht.

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