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Archiv für 18. Dezember 2015

Der PageSpeed – Mit Schnelligkeit an die Spitze

Freitag, 18. Dezember 2015

Im SEO-Bereich ist das Maß an optimierbaren Faktoren praktisch unbegrenzt. Kaum jemand kann behaupten, dass seine Webseite im Thema Suchmaschinenoptimierung perfekt wäre. Doch auch allgemein: Was bringt die schönste Website der Welt auf den besten Plätzen im Google-Ranking, wenn diese niemand besucht?

Der PageSpeed ist im Vergleich ein weiterhin eher komplizierter Faktor der Suchmaschinenoptimierung. Dieser äußert sich durch die jeweilige Ladezeit einer Website und hängt von der Leichtigkeit Googles ab, die entsprechende URL auszulesen. Je größer die Seite und je mehr Elemente nötig sind, um von Google gecrawlt zu werden, desto länger dauert das Ganze folglich in der Regel auch.

Einer der häufigsten Gründe, warum User eine eigentlich qualitativ hochwertige Website nicht besuchen, ist schlichtweg, dass sich die angewählte Page einfach nicht öffnet – jedenfalls nicht schnell genug. Der durchschnittliche Internetbesucher ist wählerisch und außerdem verwöhnt vom maßlosen digitalen Überangebot des World Wide Webs. Wer hat heutzutage noch Zeit, länger als drei Sekunden auf das Öffnen einer Website zu warten? Nach neusten Umfrageerkenntnissen sind dies gerade einmal 60 Prozent der Internetuser. Das bedeutet, beinahe die Hälfte der Nutzer wechselt lieber zu einer alternativen Website, als über drei Sekunden auf das Laden der Seite zu warten – Tendenz steigend.

Das liegt, wie bereits angedeutet, vor allem daran, dass wir von den großen Seiten, im Hinblick auf deren Seitenladegeschwindigkeit, verwöhnt worden sind. Dazu gehören Giganten wie Facebook, YouTube oder auch Google. Dazu kommt, dass man sich in der Regel im privaten, tagtäglichen Gebrauch hauptsächlich auf bereits bekannten Websites aufhält. Durch die Erwartungshaltung des gewohnt guten Content der Seite, ist man als User auch viel eher bereit, einen geringeren PageSpeed in Kauf zu nehmen und länger darauf zu warten. Bei fremden Seiten verhält sich es genau gegenteilig: Lange Wartezeiten verfälschen den Ersteindruck der Seite negativ und bewegen den Nutzer schnell dazu, stattdessen eine alternative Website aufzurufen. Gute PageSpeed-Werte verbessern also nicht nur die Qualität der Seite, sondern auch aktiv die Absprungrate und damit einhergehende User Experience der Website.

Mit dem Vormarsch der Smartphones und die darauf folgende Erweiterung der Internetlandschaft, ist der PageSpeed auch für das mobile Web interessant geworden. Auf Smartphones, Tablets und anderen internetfähigen Mobilgeräten erwartet sogar über die Hälfte der Nutzer eine ähnliche Ladezeit, wie auf dem heimischen PC. Eine Hoffnung, welche in den seltensten Fällen erfüllt werden kann. Um diesem Mangel allerdings etwas entgegenzukommen, versucht Google momentan die Ladezeiten mobiler Websites durch das so genannte Accelerated Mobile Pages (AMP)-Framework zu verkürzen.

Laut Google, ist das Ziel der Accelerated Mobile Pages, die kombinierte Nutzung aus den technisch begrenzten Funktionalitäten der Mobilgeräte mit Hilfe von Caching. Dadurch soll eine bessere Performance der Seiten bewirkt werden. Als „Cache“ bezeichnet man normalerweise jede Art von Zwischenspeicher. Einen Solchen besitzt auch Google und hält in diesem unter anderem den Stand einer bereits gecrawlten Website fest. Mit Hilfe des Cachings sollte es möglich sein, Internetseiten direkt aus dem Cache aufzurufen und so deren Ladezeiten etwas zu verkürzen.

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