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Statisik: Online-Ums├Ątze beim Online-Marketing 2019

2019 wurden knapp 125 Milliarden US-Dollar f├╝r Internet-Webungen ausgegeben, aber der Anstieg verlangsamt sich. Etwa 70% der Werbeanzeigen wurden auf mobilen Ger├Ąten geschaltet, 82% waren programmatisch.

Zahlen des PriceWaterhouseCoopers und des IAB (Interactive Advertising Bureau) zeigen auf, dass 2019 rund 124,6 Mrd. USD f├╝r Werbungen im Internet bezahlt wurden. Das Fernsehen liegt als Medium Nummer Zwei dabei rund 54 Mrd. USD dahinter.

Das Wachstum f├╝r Online-Werbungen verlangsamt sich allerdings, so lag der Anstieg 2019 bei knapp 16% gegen├╝ber dem Vorjahr, was etwa 17 Mrd. USD entspricht. Deutlich ├╝ber der allgemeinen Wachstumsrate von 16% lagen aber die folgenden Kategorien:

  • Online-Videowerbungen - 33,5%
  • Smartphonewerbungen - 24%
  • Werbungen in sozialen Medien - 23%
  • Internet-Audiowerbung - 21.2%

Cirka 70% aller digitalen Werbungen wurden auf mobilen Ger├Ąten konsumiert, was letztes Jahr nochmal um 5% ├╝bertrifft.
Dennoch verlangsamt sich auch das Umsatzwachstum bei mobilen Anzeigen, “da die zugrunde liegende Plattform reift”. Der Umsatz auf Desktop-Ger├Ąten ist dagegen nahezu unver├Ąndert und hat mit 37,9 Mrd. USD gegen├╝ber 2018 (37,6 Mrd. USD) keinen signifikanten Anstieg erlebt.

Die Umsatzbeteiligung nach Kan├Ąlen

“Paid Search”, also von dem Werbetreibenden bezahlte Suchergebnisse, machten 43,9% des gesamten Werbeumsatzes aus und entsprachen 2019 rund 54,7 Mrd. USD, was einem Anstieg von 13% gegen├╝ber dem Vorjahr gleichkommt. Einen Anteil von etwa 31% (38,1 Mrd. USD) teilen sich Display-Werbungen und Sponsorings. Videowerbungen lagen bei 17% (21,7 Mrd. USD), und verzeichneten mit 33,5% eine deutliche Steigerung gegen├╝ber 2018. Kleinanzeigen (4 Mrd. USD), Leadgenerierung (3,4 Mrd. USD) und Audio-Werbungen (2,7 Mrd. USD) f├╝llen gemeinsam die Verbleibenden 10 Mrd. USD auf.

Als hochrentabel erwies sich auch der Kauf von Anzeigen ├╝ber programmatische Plattformen mit einem Betrag von ungef├Ąhr 57 Mrd. USD, also beinahe 10 Mrd. USD mehr als im Vorjahr. Um das im Kontext besser zu verdeutlichen: Programmatische Plattformen stellen mit 81,5% die ├╝berwiegende Mehrheit der nicht auf Suchanfragen basierenden Online-Werbungen dar.

Besorgniserregender als das sinkende Wachstum k├Ânnte allerdings die Verteilung des Umsatzes in weniger Unternehmen sein. Zahlen des IAB verdeutlichen, dass die zehn gr├Â├čten Internetunternehmen 2019 zusammen etwa 77% des Umsatzes im Internet machen, gegen├╝ber 76% im Vorjahr. Die Steigerung von einem Prozent mag zwar nicht signifikant erscheinen, entspricht aber 14 Mrd. USD, ungleich verteilt auf die zehn Unternehmen.

Weshalb ist das interessant?

Der Trend des explosionsartigen Umsatzwachstums bei Online-Anzeigen scheint seinem Ende entgegen zu sehen. Das ├Ąndert nichts daran, dass das Internet nach wie vor das gr├Â├čte Werbemedium bleibt und das einzige, das noch zweistellige Zuwachszahlen verzeichnen kann, mit Ausnahme des E-Sports. Was das verbleibende Jahr 2020 betrifft, bleibt nach wie vor unklar. Laut IAB waren Januar und Februar ÔÇ×starke WachstumsmonateÔÇť einzusch├Ątzen, wie die gesamte restliche Wirtschaft, wurde der M├Ąrz aber stark von COVID-19 beeinflusst. Laut diesem Bericht des IAB liegt der gesch├Ątzte Umsatz des ersten Quartals 2020 bei 31,4 Mrd. USD, was ein Wachstum von 12% zum Vorjahr darstellt.

Einige Marktforschungsunternehmen wie eMarketer prognostizieren weiterhin ein Wachstum der weltweiten Werbeausgaben f├╝r das Jahr. Wenn ein Wachstum eintritt, wird er aber aller Wahrscheinlichkeit nach im einstelligen Bereich liegen.
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