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22. März bis 12. Mai 2007 DAVID RABINOWITCH (1943* Toronto, Canada)
Phantom Group – Sculptures and Works on Paper from 1967.

Der Künstler hat uns nie darüber im Zweifel gelassen, dass er Skulpturen erarbeitet und dass diese Skulpturen Konstruktionen sind, wobei Konstruktionen als eigentliche Erfindungen gesehen werden müssen. Das Erarbeiten der Werke geschieht nicht am Material, sondern mittels Zeichnungen, Entwürfen, Modellen und nach 1967 mit massstabsgetreuen Plänen, den Templets. Diese Vorgehensweise gestattet es ihm, Werkgruppen als eine grössere Anzahl fertiger Werke in dieser Form aufzubewahren und einzelne oder mehrere Skulpturen zu einem späteren Zeitpunkt zu realisieren. Anders wären diese Arbeiten Stückwerk und eine schlüssige Einsicht in die Ergebnisse und Zusammenhänge der komplexen Konstellationen der künstlerischen Ideen bliebe uns verwehrt.

Ansichten und Einsichten als Einheit künstlerischer Erfahrung und Erfahrung des Kunstwerks evozieren die Skulpturen von David Rabinowitch und der Anspruch darf wörtlich verstanden werden. Visuelles und verstandesmässiges Begreifen bedingen sich gegenseitig und begründen, ja legitimieren die Kunstrezeption. Schaulust und intellektuelles Vergnügen stehen für ein holistisches Kunstverständnis.

Die Skulpturen der Phantom Group liegen auf dem Fussboden. Sie sind aus Stahlblech gefertigt und weisen gerade und gerundete Begrenzungen auf. Die Umgehbarkeit der Werke ist von grundsätzlicher Bedeutung, denn der Betrachter erschliesst sich so die verschiedenen, einander in gewisser Weise entgegengesetzten Ansichten der Objekte. Durch die vertikalen Biegungen des Stahlblechs wird Volumen und dreidimensionale Räumlichkeit erzielt. Der Blick wird geführt und auch irregeführt und, je nach Standpunkt des Betrachters werden dynamisierte oder gegenläufige Perspektiven suggeriert. Die auf dem Boden aufliegende Ebene wird so gegliedert, geformt und die internen und externen Beziehungen verfestigen sich zu einer in sich selbst koherenten Gesamtheit. Jede mögliche Ansicht ist unterschiedlich und trotzdem eine gültige Ansicht der ganzen Skulptur.

Unsere Ausstellung präsentiert mehrere Skulpturen der Phantom Group, sowie Modelle aus bemaltem Karton und aus Kupfer- und Stahlblech. Ein besonderer Hinweis gilt den energischen und kraftvollen Zeichnungen von 1967.

«Die duale Ordnung einer Konstruktion – entgegengesetzte (obere und untere) vertikale Brüche und die Bedingungen der Ausdehnung in konischer Begrenztheit - schafft zusammen ein Tätigkeitsfeld für zwei Phasen der Beobachtung: die Unterscheidung zwischen einmaligen Festlegungen und ihnen korrespondierenden Erscheinungen, und das völlige Offenliegen aller zugrundeliegenden physischen Bestandteile aus der Sicht eines jeden Standpunktes. So ist eine Lösung gefunden zwischen der Beibehaltung einer ausreichenden Trennung von Erscheinungen (die Wirklichkeit der Lage) und der Forderung, dass jede dieser Stellungen als vollständiges Ganzes verstanden wird, die die Gesamtheit der Konstruktion angemessen verkörpert. Das Verschwinden von Eigenschaften einer privaten Sichtweise, das bis anhin nötig war, um die geforderte Differenzierung zu erreichen, ist an diesem Punkt auf eine allgemeine Basis gestellt worden.» David Rabinowitch 1967.

Für weitere ausführliche Informationen besuchen Sie uns bitte auf unserer Homepage.



 
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